Zoo-Nacht
Stachelschweine werden nachts mobil

So wie Daniel hatten sich nach einem heißen Tag rund 900 Besucher aufgemacht, um auf dem Reilsberg vom Abend bis Mitternacht auf Entdeckungstour zu gehen - die Zoo-Nacht fand zum dritten Mal in diesem Jahr statt.
Anziehungspunkt Nummer eins sind nach wie vor die Raubtiere. Staunend sahen beispielsweise Johanna und Walter Fröhsing zu, wie das Tiger-Männchen mühelos Knochen verspeiste. Tierpfleger Thorsten Westphal erklärte, dass es die Reste, die die beiden Weibchen von ihrer Hammelfleisch-Mahlzeit übrig gelassen hatten, fresse. Der Tiger habe immer Appetit. "Knochen fressen die Tiere auch in freier Wildbahn", so Westphal. Die Großkatzen bekämen zur Abwechslung neben Rindfleisch auch Hühner, Kaninchen sowie Fisch, ergänzt durch Vitamine und Mineralstoffe, die im Fleisch versteckt würden.
Fütterungen sind bei den Besuchern sehr beliebt. "Deshalb haben zum Beispiel die Bären und die Kea-Papageien in Eis eingefrorenes Futter bekommen", erzählte der stellvertretende Zoodirektor Timm Spretke. Während die verspielten Keas aus tiefgekühlten Päckchen Nüsse und Obst pickten, holten sich die Bären Eis-Fisch aus dem Wasser.
Direkt aus dem Nordbad war Familie Schultze gekommen. Die putzigen Pinguine sind die Lieblinge der Geschwister Julia und Paul, "weil sie so toll schwimmen können." Die Kinder konnten es kaum erwarten, dass aus der Dämmerung abenteuerliche Dunkelheit wurde - um endlich die neuen Taschenlampen ausprobieren zu können. Bei den Stachelschweinen wurden sie nicht enttäuscht - die werden immer erst nachts mobil.
Die vierte und letzte Zoo-Nacht in diesem Jahr findet am 4. September statt.
























































































































