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Grüne Gentechnik

Null-Toleranz bremst die Branche

erstellt 09.06.08, 13:51h, aktualisiert 23.06.10, 16:38h
Stärkekartoffelsorte «Amflora»
Die von BASF entwickelte transgene Kartoffelsorte «Amflora» ist besondern stärkehaltig und soll unter anderem zur Herstellung von Klebstoffen und Waschmitteln eingesetzt werden. (Foto: dpa)
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Berlin/dpa. Der politische Umgang mit der Gentechnik ist nach Ansicht der EU-Agrarkommission die größte aktuelle Herausforderung für die europäische Landwirtschaft. «Wenn es uns nicht innerhalb kürzester Zeit gelingt, das Problem der Einfuhr von gentechnisch veränderten Futtermitteln zu regeln, dann können wir uns nach unseren Einschätzungen von 50 Prozent unserer Tier- und Fleischproduktion verabschieden», sagte der stellvertretende Kabinettschef der Kommission, Klaus-Dieter Borchardt, bei einer Konferenz zur Agrarwirtschaft am Montag in Berlin. Dieses Problem stelle auch die Fragen der Globalisierung, des Klimawandels und der Bioenergie in den Schatten.

«Wir in Europa hinken mit den Genehmigungsverfahren hinterher», sagte Borchardt. Die politischen Abstimmungsprozesse dauerten zu lange, dadurch würde die Einfuhr neuer Produkte in die EU behindert. Um die Versorgung mit Futtermitteln sicherzustellen, müsse zudem die sogenannte «Null-Toleranz» bei Verunreinigungen aufgegeben werden. Viele Exporteure seien nicht mehr bereit, das wirtschaftliche Risiko zu tragen. «Weil sie mittlerweile andere Märkte gefunden haben, wo sie ihre Produkte mehr oder weniger risikofrei absetzen können», sagte der Vize-Chef im Kabinett von Kommissarin Mariann Fischer Boel.


    
    






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