Sachsen-Anhalt
Kolb für härteres Vorgehen im Kampf gegen Kinderpornografie
erstellt 02.01.09, 08:17h
Magdeburg/ddp. Justizministerin Angela Kolb (SPD) fordert
ein härteres Vorgehen bei der Bekämpfung von Kinderpornografie. Mit
Blick auf die Verbreitung von kinderpornografischen Inhalten über das
Internet sprach sie sich für einen entsprechenden Filter im Netz bei
den Providern, das sogenannte Accessblocking, aus. In Schweden und
Norwegen kommte dieses Verfahren bereits zum Einsatz, sagte Kolb in
einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur ddp. Sie räumte jedoch ein,
ein derartiger Schritt sei in Deutschland nicht ganz einfach
umzusetzen.
Bei aller Abwägung der Grundrechte, «Gewalt an Kindern darf nicht
kommerziell ausgeschlachtet werden», sagte die SPD-Politikerin. Sie
forderte eine Reform des Strafrechts, damit künftig alle Delikte im
Bereich des sexuellen Missbrauchs von Kindern als Verbrechen und
nicht mehr nur als Vergehen bestraft werden könnten.
Kolb mahnte zugleich eine größere Vorsicht an. Kinder und
Jugendliche sollten im weltweiten Datennetz nicht sorglos persönliche
Daten, Handynummer oder Adressen preisgeben. Die Kinder müssten
Gefahren erkennen, die im Internet lauerten.





































