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Krankenversicherung

Die Verwaltungen bitten zur Kasse

erstellt 04.02.10, 11:10h, aktualisiert 04.02.10, 15:04h
Szene aus «Die Gentlemen bitten zur Kasse»
Die beiden Herren sind zwar gut gekleidet, jedoch keine Vorstände einer Krankenversicherung in Deutschland. Günther Neutze (l.) und Horst Tappert spielen die britischen Posträuber Archibald Arrow und «Major» Michael Donegan im Dreiteiler «Die Gentlemen bitten zur Kasse» von 1966. (Foto: dpa)
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Berlin/dpa. Nach der Ankündigung von Zusatzbeiträgen droht den betroffenen gesetzlichen Krankenkassen eine Austrittswelle. Nach einem «Bild»-Bericht sind bei der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) bereits 5300 Mitglieder ausgetreten. Die Kasse wollte die Zahl allerdings nicht bestätigen. «Es gibt keine große Kündigungswelle», sagte DAK-Sprecher Jörg Bodanowitz in Berlin. Die Daten lägen noch nicht vor. Seit Anfang Januar habe es 12 000 Neuaufnahmen gegeben, davon knapp die Hälfte seit der Ankündigung der DAK, acht Euro Zusatzbeitrag zu erheben. Derzeit würden die rund 4,9 Millionen Mitglieder über diesen Schritt per Brief informiert.
Euro-Scheine und -Münzen
Die ersten Krankenkassen fordern mehr als acht Euro Zusatzbeitrag. (FOTO: DPA)
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Bei der Betriebskrankenkasse Deutsche BKK seien rund 1000 Versicherte ausgetreten, berichtete das Blatt weiter. Gesundheitsökonom Jürgen Wasem sagte der Zeitung: «Die Wechselwut wird sich deutlich steigern.» Nach der Ankündigung zweier Kassen, Zusatzbeiträge von bis zu 37,50 Euro im Monat zu verlangen, forderte der Sozialverband VdK in der «Frankfurter Rundschau ein Eingreifen der Bundesregierung. Gespräche zwischen Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) und Kassenvertretern sind für kommende Woche geplant. In einem der dpa vorliegenden Brief an die Koalitionsabgeordneten schrieb Rösler: «Ich gehe zudem davon aus, dass in einer schwierigen finanziellen Situation auch Rücklagen eingesetzt werden, um eine steigende Belastung der Versicherten zu vermeiden.»



    
    






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