Flora
Ein irrer Duft von frischer Minze
VON Eckhard Jäckel, 09.03.10, 20:43h, aktualisiert 09.03.10, 20:57h
Halle/MZ. Dass Frauen und Blumen einander verstehen, ist allgemein bekannt. Sie sprechen sogar miteinander. Zumindest die Frauen mit den Blumen. Das tut gut, denn Pflanzen hören geduldig zu und widersprechen nicht. Aber Männer und Grünzeug? Geht gar nicht, werden viele sagen.
Diesen Bann will das Männer-Lifestyle-Magazin "Men's Health" jetzt brechen. Untermauert durch neueste US-amerikanische Studien - wie auch sonst - rückt das Blatt die gesundheitsfördernden Wirkungen von Büropflanzen ins Rampenlicht. So können wir der Efeutute und der Goldfruchtpalme als Formaldehyd-Killer Respekt zollen. Der klassische Efeu in Druckernähe hält die dort entweichenden flüchtigen organischen Verbindungen von den Atemwegen fern. Die Zitronenmelisse gar steigert nicht nur das Wohlbefinden, sie regt überdies die Produktion des schmerzhemmenden Hormons Noradrenalin an. Ein Muss für jeden, der am harten Schreibtisch zum Nickerchen neigt.
Die Krone aber gebührt der Pfefferminze, die zu Unrecht als Mauerblümchen verlacht wird. Deren irrer Duft steigert die Aufmerksamkeit und verbessert die Gedächtnisleistung. Spätestens da macht es klick. Denn nichts macht Frauen mehr an, als Männer, die zuhören und sich an das Gesagte sogar noch erinnern können.
Fortan singen wir Männer im Chor mit Jürgen von der Lippe: "Ich bin ein Blumenmann. Mich machen Blumen an." Und schnüffeln noch ein Prise Pfefferminz für den Heimweg.
Wenn es dennoch schiefläuft mit der Angebeteten, hilft ein weiteres botanisches Wunder: die immergrüne Gardenie. Dem Duft ihrer großen weißen Blüten wird eine antidepressive Wirkung zugeschrieben.

































