USA
Frau wird wegen Terroristen-Werbung angeklagt
erstellt 09.03.10, 23:15h, aktualisiert 10.03.10, 11:39h

Die amerikanische Justiz hat Colleen LaRose aus dem US-Staat Pennsylvania angeklagt, weil sie mit fünf über den Erdball verstreuten Komplizen Männer für Terroranschläge angeworben haben soll. (ARCHIVFOTO: DPA)
Washington/dpa. In einschlägigen Kreisen ist sie als «JihadJane» und«Fatima LaRose» bekannt. Ihre Mission: Mit Hilfe des Internets, Kämpfer für den islamischen «Heiligen Krieg» (Dschihad) zu finden. Jetzt klagte die US-Justiz Colleen LaRose aus dem US-Staat
Pennsylvania an, weil sie mit fünf über den Erdball verstreuten
Komplizen Männer für Terroranschläge in Europa und Südasien
angeworben haben soll. Die Gruppe habe zudem Frauen rekrutiert, die mit unverdächtigen Pässen in Europa umherreisen und den «Dschihad» unterstützen könnten, teilte das US-Justizministerium am Dienstag mit.
Die 1963 geborene Frau habe überdies einen «direkten Befehl»
erhalten, einen schwedischen Staatsbürger in seiner Heimat zu
ermorden. Damit solle «die ganze Welt der Ungläubigen» das Fürchten
gelehrt werden, hieß es in der Mitteilung, allerdings ohne näher zu
erwähnen, wer den Befehl erteilte. LaRose sei daraufhin nach Europa
gereist und habe das potenzielle Opfer über das Internet
ausgekundschaftet, «mit dem Ziel, die Aufgabe zu Ende zu bringen.» Im
Falle einer Verurteilung muss sie mitlebenslanger Haft und einer
Geldstrafe von bis zu einer Millionen Dollar (741 000 Euro) rechnen
Die Anklage lautet unter anderem auf Verschwörung zur
Unterstützung von Terroristen und zum Mord im Ausland. Die Anklage
«unterstreicht, dass wir es mit einer sich wandelnden Art von
Bedrohung zu tun haben», sagte Anklagevertreter David Kris. «Der Fall
zeigt, dass Terroristen das Internet nutzen können und es auch tun»,
sagte sein Staatsanwalts-Kollege Michael Levy. «Er zeigt auch die
sehr reale Gefahr durch das Internet. Der Fall macht zudem deutlich,
dass Terroristen nach US-Bürgern Ausschau halten, die ihre Sache
unterstützen. Er zerstört zudem jede Annahme, dass wir Terroristen
allein durch ihr Aussehen ausfindig machen können.»
LaRose und ihre in Südasien, Ost- sowie Westeuropa und den
Vereinigten Staaten ansässigen Kollegen hätten über das Internet eine
Verbindung aufgebaut undsich über Terrorpläne ausgetauscht,
darunter Selbstmordattentate, die Finanzierung von Anschlägen, den Diebstahl von Pässen und Wege, Reiseverbote zu umgehen.
































