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Dessau-Roßlau

Sicherungsposten stirbt bei tragischem Unfall

erstellt 22.07.10, 18:27h, aktualisiert 23.07.10, 14:17h
Unglücksort
Mitten auf den Gleisen steht der Lkw, rechts ist der Bauzug zu sehen: Am Bahnübergang Peterholzstraße gab es am Donnerstag ein tragisches Unglück, bei dem ein Mensch ums Leben kam. (FOTO: SEBASTIAN)
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DESSAU/MZ. Bei einem tragischen Unglück am Bahnübergang in der Peterholzstraße im Dessauer Süden ist am Donnerstag ein 56-jähriger Arbeiter einer Gleisbaufirma ums Leben gekommen. Nach Zeugenaussagen hatte der Mann gegen 16.45 Uhr offenbar einen Lkw über die Gleise winken wollen, der aus dem Werk der DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH kam. Genau in dem Moment, als der Lkw auf den Gleisen stand, kam ein Arbeitszug herangefahren und drückte den Mann gegen den Lkw. Für ihn kam jede Hilfe zu spät.

Zugverkehr auf Strecke ruht

Der Zugverkehr auf der Strecke zwischen Bitterfeld und Dessau ruht seit dem 12. Juli, weil am Dessauer Hauptbahnhof erhebliche Gleisbauarbeiten erfolgen. Der Bahnübergang Peterholzstraße ist seitdem ebenfalls eine Baustelle. Am Haltepunkt in Süd, der sich direkt daneben befindet, wurde in den vergangenen Tagen ein Fußgängertunnel abgerissen. Die dabei entstandene Grube war am Donnerstag schon wieder gefüllt. Geplant ist, dort eine moderne Halbschrankenanlage zu errichten.

Offizielle Angaben zum Unfallhergang gab es am Donnerstag nicht. Vor Ort übernahm in Abstimmung mit der Bundespolizei die Polizeidirektion Ost die Todesursachenermittlung. Der Unfallort wurde gesichert und intensiv untersucht. Experten der Bahn und der Gewerbeaufsicht gingen mit auf die Suche nach der Unfallursache. "Die Ermittlungen dauern an und werden auch noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Es sind viele Zeugen zu vernehmen", sagte Bianca Müller, Pressesprecherin der Polizeidirektion. Der tödlich verunglückte Mann aus Dessau-Roßlau sei nach ersten Erkenntnissen aber als Sicherungsposten im Einsatz gewesen.

Lkw-Fahrer im Krankenhaus

Warum der Fahrer des Bauzuges den deutlich auf den Gleisen stehenden Renault-Sattelschlepper und dann auch den Sicherungsposten nicht eher gesehen hat, das dürfte die entscheidende Frage der Ermittlungen sein. Der 28-jährige und aus den alten Bundesländern stammende Fahrer konnte direkt nach dem Unfall vor Ort zwar befragt werden, musste später aber in einem Krankenhaus medizinisch betreut werden.




    
    






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