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Schmerzfrei durch die Krise

VON CHRISTOPH BEYER, 29.07.10, 12:31h, aktualisiert 29.07.10, 19:55h
Christian Schleicher
Christian Schleicher zog eine positive Bilanz. (FOTO: DPA)
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BITTERFELD-WOLFEN/MZ. Der Chemiekonzern Bayer will seinen Standort in Bitterfeld-Wolfen durch weitere Investitionen stärken. "Wir werden in diesem Jahr sieben Millionen Euro investieren, um unsere Anlagen auf dem modernsten Stand zu halten", sagte Christian Schleicher Geschäftsführer der Bayer Bitterfeld GmbH. Weitere 18Millionen-Euro-Investitionen seien durch die im zugehörigen Industriepark angesiedelten Unternehmen geplant.
Packung «Aspirin»
Eine Mitarbeiterin hält eine Packung «Aspirin» in der Bayer Bitterfeld GmbH in Bitterfeld-Wolfen in den Händen. (FOTO: DPA)
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Am Bitterfelder Standort werden von Bayer hauptsächlich Schmerzmittel hergestellt. Etwa die Hälfte der rund 7,6 Milliarden Tabletten, die das Unternehmen in vergangenen Jahr produziert hat, sind verschiedene Aspirin-Präparate.

Für das laufende Jahr rechnet Bayer Bitterfeld mit einer Gesamtproduktion von etwas 7,3 Milliarden Tabletten. "Ich bin zuversichtlich, dass wir dieses Ziel nicht nur erreichen werden, sondern die Prognose noch nach oben korrigieren können", erklärte Schleicher. Starke Zuwächse verzeichne der Betrieb beim Schmerzmittel Aleve, trotzdem werde Aspirin auch in Zukunft eine wesentliche Rolle spielen. Noch in diesem Jahr soll die Produktion von Aspirin Effect (Aspirin als Granulat) am Standort starten. Das Präparat wird in Bitterfeld-Wolfen für den gesamten europäischen Markt hergestellt. Die Produktion ist Schleicher zufolge bereits auf das neue Mittel eingestellt und die Mitarbeiter wurden entsprechend geschult. Zusätzliche Einstellung plant das Unternehmen vorerst allerdings nicht, die Beschäftigtenzahl bleibe mit rund 500 konstant.

Der Leverkusener Gesamtkonzern, der gestern seine Quartalszahlen vorgestellt hat, zog ebenfalls eine insgesamt positive Bilanz. Der Umsatz des Unternehmens stieg von April bis Juni um 14,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das operative Ergebnis (Ebit) hat um 14,4 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro zugenommen. Dabei haben sich die einzelnen Konzernsparten jedoch unterschiedlich entwickelt. Im Pflanzenschutz umfassenden Bereich Crop Science verzeichnete das Unternehmen ein Minus. Eine deutliche Steigerung konnte Bayer hingegen im Bereich chemischer Werkstoffe, Material Science genannt, erwirtschaften. In der Pharma Sparte korrigierte das Unternehmen die positiven Erwartungen für 2010 nach unten, geht aber trotzdem von einem leichten Plus aus. Geschäftsführer Schleicher sieht den Bitterfelder Standort von den veränderten Prognosen nicht betroffen. "Wir produzieren im wesentlichen nicht verschreibungspflichtige Tabletten und gehen in diesem Bereich von Wachstum aus."




    
    






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