Bayern: Millionenschaden und 15 Verletzte bei Großbrand in Coburg

27.05.2012 10:17 Uhr | Aktualisiert 28.05.2012 16:09 Uhr
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Brennendes Haus in Coburg

Feuerwehrleute löschen in der Nacht auf Sonntag in Coburg (Oberfranken) ein brennendes Haus in der Altstadt. (FOTO: DPA)

Bei einem Brand in der historischen Altstadt von Coburg in Oberfranken sind in der Nacht zum Sonntag mindestens sechs Gebäude zerstört oder schwer beschädigt worden.
Coburg/AFP. 

Bei einem Großbrand in der historischen Altstadt von Coburg sind in der Nacht zu Pfingstsonntag 15 Menschen verletzt worden. Zwei der Verletzten wurden auch am Montag noch wegen Rauchvergiftungen im Krankenhaus behandelt, wie der Sprecher der bayerischen Stadt, Michael Selzer, mitteilte. Es handelte sich um Anwohner der stark beschädigten Häuser in der Herrengasse. Teilweise sind die Dachstühle vollkommen niedergebrannt. Das Feuer beschädigte insgesamt acht Gebäude. Der Sachschaden bewege sich „im spürbaren Millionenbereich“, so der Sprecher. Die Brandursache war weiterhin unklar.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag war in der historischen Altstadt von Coburg ein Feuer in einem Dachstuhl ausgebrochen. Knapp 60 Anwohner zwischen Markt- und Schlossplatz mussten ihre Häuser verlassen, 40 von ihnen konnten nicht in ihre Wohnungen zurückkehren.

Selzer betonte, dass ein Feuerwerk als Auslöser ausgeschlossen werden könne. Nach dem Brand war spekuliert worden, ein Feuerwerk hätte die Katastrophe ausgelöst. Laut Selzer war es aber schon lange vor Brandbeginn und weit weg von der Unfallstelle gezündet worden.

Auch das Puppenmuseum der berühmten Augsburger Puppenkiste, das in der Spitalgasse untergebracht ist, wurde in Mitleidenschaft gezogen. Einerseits beschädigte das Feuer das denkmalgeschützte Gebäude, andererseits löste sich wegen des Löschwassers der Lehmputz von der Decke. „Verglichen mit anderen Häusern sind die Schäden am Puppenmuseum aber marginal“, sagte Selzer. Das Museum werde sicherlich wieder saniert.