Nach einer Attacke mit einer Spritze ist ein 40-jähriger Mann vermutlich an Quecksilbervergiftung gestorben. (ARCHIVFOTO: DPA)
Eine Obduktion und eine toxikologische Untersuchung würden Klarheit über die Todesursache bringen, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hannover, Irene Silinger, am Freitag. Mit Ergebnissen sei frühestens in der nächsten Woche zu rechnen. Der Mann war am Mittwoch verstorben.
Der 40-Jährige war am 15. Juli 2011 von einem Mann im Innenstadtteil Calenberger Neustadt attackiert worden. Der Angreifer hatte die Spritze auf einen Regenschirm montiert und damit unvermittelt zugestochen und sein Opfer am Gesäß getroffen. Der Verletzte entriss dem Mann noch den unteren Teil des Schirms, bevor dieser flüchtete. Einige Wochen später wurde die Quecksilbervergiftung diagnostiziert, der Zustand des 40-Jährigen verschlechterte sich und er fiel ins Koma. Zuletzt sei es dem Mann etwas besser gegangen und er sei in einer Reha-Einrichtung behandelt worden, sagte Silinger.
Eine heiße Spur zu dem Angreifer gab es bislang nicht. «Damals wurde der Täter als etwa 40 bis 50 Jahre alt, schlank und mit einem auffälligen Pflaster im Gesicht beschrieben», sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Er sei mit Jeans, einer Lederjacke und einem Basecap bekleidet gewesen.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Einen ähnlichen Fall hat es nach der Tat im vergangenen Sommer nicht mehr gegeben.