Russische Experten treffen in der Nähe des Unglücksortes ein. (FOTO: DPA)
Inzwischen wurden 20 Leichen geborgen und zur Identifizierung nach Jakarta gebracht.
Ein Team aus 41 russischen und hunderten indonesischen Experten suchte am Sonntag weiter nach dem Flugschreiber des abgestürzten Superjets 100, wie ein Sprecher des Verkehrsministeriums sagte. Demnach wurde das Heck in der Nähe des Gipfels des 2 200 Meter hohen Vulkans gefunden, an dem das Flugzeug zerschellt war. Da es sich um eine steile, zerklüftete Gegend handle, seien indonesische Bergsteiger und Marinesoldaten im Einsatz. Die Maschine war am Mittwoch während eines Demonstrationsflugs mit Vertretern der Luftfahrtindustrie und Journalisten abgestürzt. An Bord waren mindestens 45 Menschen.
Nach Angaben des Verteidigungsministeriums erlaubte der Kontrollturm in Jakarta dem Piloten, die Suchoi-Maschine von einer Flughöhe von 3 000 Metern auf 1 800 Meter abzusenken. Der Pilot habe sich der Militärbasis Atang Senjaya genähert, sagte der Luftfahrtdirektor Herry Bakti. "Wir vermuten, dass er den Passagieren die Militärbasis zeigen wollte." Was danach passierte, sei unklar.
Der Luftfahrtexperte Tom Ballantyne schloss ein ungewöhnliches Flugmanöver nicht aus. Piloten würden auf Demonstrationsflügen manchmal "Dinge tun, die sie normalerweise nicht tun", sie wollten dann oft "angeben", sagte der in Sydney ansässige Experte.