In Nordrhein-Westfalen gingen jetzt zwei Verdächtige der Polizei ins Netz.
In Ostwestfalen wurde ein 56-jähriger Mann gefasst, der fast 40 Häuser von Hinterbliebenen geplündert hat. Teilweise habe er fünf Taten an einem Tag verübt, berichtete die Polizei am Dienstag in Bielefeld. Bei seinen Einbrüchen zwischen Ende April und Anfang Juli dieses Jahres verursachte er einen Schaden von rund 145 000 Euro. Der Mann sitzt seit Juli in Untersuchungshaft.
Zuvor war bereits eine 33-jährige Frau aufgeflogen, die im Münsterland und Ruhrgebiet ihre Coups mit Hilfe von Traueranzeigen geplant hat. Sie habe mehrere Taten zugegeben, sagte ein Sprecher der Kreispolizei Borken. Seit März seien die Delikte immer nach demselben Muster geschehen. „Alle Geschädigten waren zur Tatzeit auf der Beerdigung von Angehörigen und hatten eine entsprechende Traueranzeige in der örtlichen Zeitung geschaltet.“ Ende Juni sei die Frau dann bei einem Einbruch ertappt worden.
Die Polizei warnt: Hinterbliebene sollten ihr Haus während der Beisetzung hüten lassen oder richtig sichern. Auch solle man überlegen, ob man in der Todesanzeige wirklich die Traueranschrift veröffentlicht.