Wetterprognose: Hagel, Sturmböen und bis zu 37 Grad

29.06.2012 12:13 Uhr | Aktualisiert 29.06.2012 15:55 Uhr
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Gewitter

Regen prasselt bei einem Gewitter auf die Straße. (FOTO: DPA)

Von Tatjana Schäfer
Angenehmes Sommerwetter ist vorerst nicht in Sicht. Die Meteorologen kündigen für die kommende Woche teils unerträglich Hitze begleitet von heftigen Gewittern an.
Wiesbaden/dapd. 

Von einem regelrechten „Dschungelsommer“ sprach Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom privaten Wetterdienst wetter.net am Freitag in Wiesbaden. Der Deutsche Wetterdienst gab zahlreiche Unwetterwarnungen heraus. In der Nähe von Lüneburg schlug am Freitag sogar der Blitz in ein Stellwerk ein und löste Behinderungen im Bahnverkehr aus.

„Die tropische Luft setzt sich bei uns in den nächsten Tagen fest. Wir müssen daher täglich mit schweren Unwettern rechnen“, sagte Meteorologe Jung. Wegen der großen Schwüle werde die Luft als sehr unangenehm empfunden, geradezu „unerträglich schwül“ werde es vielerorts am Samstag. Lediglich der Montag bringe mit Höchstwerten zwischen 18 bis 27 Grad kurzzeitig ein wenig Abkühlung. Bereits am Dienstag steige das Thermometer wieder auf Werte von bis zu 30 Grad. Im Verlauf der zweiten Wochenhälfte werde es dann immer heißer.

Tropische Nächte prognostiziert

Besonders heiß wird es demnach gegen Ende kommender Woche im Osten Deutschlands mit Werten bis 37 Grad. Selbst in den Nächten liegen laut Jung die Temperaturen zeitweise bei mehr als 20 Grad, sodass von tropischen Nächten gesprochen werden könne.

Vor Gewittern, Starkregen, Hagel und teils heftigen Sturmböen in der kommenden Woche warnte auch der Deutsche Wetterdienst. Die Belastung durch Hitze sei besonders im Osten und Süden hoch. Verursacht werden die Extreme demnach durch eine Südwestwetterlage, die bereits am Donnerstag und in der Nacht zum Freitag zu heftigen Niederschlägen führte.

Vielerorts liefen die Keller voll, Straßen wurden überschwemmt. In Nordrhein-Westfalen kam ein Autofahrer auf der Autobahn 33 nahe Stukenbrock-Senne auf der nassen Fahrbahn ins Schleudern. Der Wagen überschlug sich, der Mann wurde schwer verletzt. In Bielefeld fiel bei schweren Gewittern kurzzeitig der Strom aus.

Zu heftigen Gewittern kam es am Freitag auch in Norddeutschland. Gegen 7.00 Uhr schlug ein Blitz in ein Stellwerk nahe Lüneburg ein, wie ein Sprecher der Bahn sagte. Die Folge waren Verspätungen im Bahnverkehr zwischen Hannover und Hamburg. Fernverkehrszüge mussten umgeleitet werden.