Badegewässerbericht: EU verlegt Leipzig nach Sachsen-Anhalt

23.05.2012 12:37 Uhr | Aktualisiert 23.05.2012 17:59 Uhr
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Badetag

Während sie auf einer Decke entspannt, springt er gekonnt ins Wasser. (FOTO: DPA)

In der Vergangenheit ist in Sachsen-Anhalt mehrfach über eine Fusion mit den Bundesländern Sachsen und Thüringen debattiert worden. In einem EU-Badegewässerbericht ist man da schon einen Schritt weiter und hat Teile Sachsens bereits Sachsen-Anhalt zugeschlagen.
Berlin/Brüssel/dapd/afp. 

In der Vergangenheit ist in Sachsen-Anhalt mehrfach über eine Fusion mit den Bundesländern Sachsen und Thüringen debattiert worden. Bei der Europäischen Kommission und der Europäischen Umweltagentur ist man offenbar schon weiter und hat in dem am Mittwoch veröffentlichen EU-Badegewässerbericht Teile Sachsens bereits Sachsen-Anhalt zugeschlagen.

Bei einem Klick auf Deutschland und Sachsen-Anhalt finden sich unter dem Stichwort „Province“ (Landkreis) nicht nur die kreisfreie Stadt Leipzig und das Leipziger Land sondern auch Delitzsch, der Muldentalkreis und Torgau-Oschatz, die tatsächlich in Sachsen liegen. Im Gegenzug tauchen die Gebiete im Sachsen-Ordner gar nicht auf. Die fehlerhafte Zuordnungen dürfte die Badefreuden aber wenig trüben.

Die große Mehrheit der deutschen Flüsse und Seen haben von der EU „exzellente“ Wasserqualität bescheinigt bekommen. Der Bericht bezieht sich für Deutschland auf Analysen aus den Jahren 2008 bis 2011. Demnach erfüllen mehr als 95 Prozent der deutschen Binnen- und Küstengewässer die Mindeststandards, wie die Berliner Kommissionsvertretung mitteilte.

Bei den Binnengewässern erreichten demnach gut neun von zehn untersuchten Flüssen und Seen sogar eine „exzellente Bewertung“. Bei den Nord- und Ostseestränden wurden 75 Prozent als „exzellent“ eingestuft, das waren rund fünf Prozent weniger als im Vorjahr. Von insgesamt rund 2300 in Deutschland untersuchten Badegewässern erreichten nur 15 nicht die Mindestwerte. Sie liegen in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hessen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen. Am besten schnitt bei der Studie erneut Zypern ab, wo allen getesteten Badestellen „exzellente“ Qualität bescheinigt wurde.

Die Wasserproben wurden zum Beispiel auf Fäkalbakterien, Mineralölrückstände, Reinigungsmittel und giftige Säuren untersucht. Die Berücksichtigung mehrerer Jahre soll sicherstellen, dass nicht einmalige Ereignisse wie starke Regenfälle über die durchschnittliche Qualität eines Gewässers täuschen.