Ergreifung: Zufall half

23.04.2012 21:17 Uhr | Aktualisiert 23.04.2012 21:19 Uhr
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Bei der Ergreifung der Terroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt hatte der Polizei der Kommissar Zufall geholfen. Laut "Focus" gab ein 76 Jahre alter Rentner den entscheidenden Tipp an die Polizei. Er war beiden Männern nach ihrem Bankraub in Eisenach am 4. November 2011 zufällig begegnet.
Halle (Saale)/MZ. 

Der frühere Mitarbeiter des DDR-Zolls habe Mundlos und Böhnhardt auf einem entlegenen Parkplatz beobachtet. Er hat laut "Focus" gesehen, wie sie ihre Fahrräder in einem Wohnmobil verstauten und zügig losfuhren. Der Zeuge sei etwa 20 Meter davon entfernt auf dem Weg zum Einkaufen gewesen. Er habe sich den ersten Buchstaben des Kennzeichens: V für Vogtland gemerkt. Diese Information gab der Thüringer wenig später an zwei Streifenbeamten weiter, denen er zufällig begegnete.

Der Rentner sagte dem Nachrichtenmagazin: "Hätte ich das Wohnmobil der Männer nicht wahrgenommen, würden die Terroristen wahrscheinlich noch leben und weitere Verbrechen begehen." Sein Hinweis führte die Polizei kurz darauf zum Fluchtwagen der Bankräuber im Eisenacher Stadtteil Stregda. Als sich die Fahnder dem Wohnmobil näherten, erschossen sich Mundlos und Böhnhardt.

dpa