Die Ergebnisse sollen Ministerpräsident Antonis Samaras helfen, Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Präsident François Hollande bei einem Treffen Ende der Woche milde zu stimmen.
Notenbank wird deutlicher
Mittlerweile spricht aber immer mehr dafür, dass die Griechen sich das Sparpaket sparen könnten. Die Regierungen in Europa bereiten sich darauf vor, dass der nächste Bericht der Gläubigertroika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) neue Löcher im Haushaltsplan aufzeigen wird. Dann droht das Auseinanderbrechen der Währungsunion.
Mit dem deutschen EZB-Direktor Jörg Asmussen spricht nun auch die Notenbank offen über diese Möglichkeit. Auch Asmussen betonte, er wolle den Austritt nicht, weil der die Wirtschaft treffen werde. Aber ist das noch zu verhindern? Wenn die Griechen mehr Geld benötigten, müssten die anderen Euro-Staaten und der IWF Milliarden nachlegen. Das dürfte am Widerstand der schwarz-gelben Koalition im Bundestag scheitern. Erst recht gibt es beim IWF, in dem die USA, China, Brasilien mitbestimmen, keine Bereitschaft, den Europäern schon wieder Geld bereitzustellen. Das Nein des Fonds wäre aller Wahrscheinlichkeit das Signal auch für die Euro-Gruppe, das Ende mit Schrecken zu suchen.
Ansteckungsgefahr groß
Und dann? Die Ansteckungsgefahr für Spanien und Italien sei geringer geworden, weil Europa mit seinen Rettungsfonds EFSF und ESM besser gerüstet sei als früher, meint Asmussen. "Dennoch sollte man nicht so tun, als wüsste man mit Sicherheit, was beim Ausscheiden eines Landes am Tag danach passiert." Ziemlich klar macht die deutsche Regierung, dass weitere Zugeständnisse nicht in Frage kommen. Etwas freundlicher gibt sich Außenminister Guido Westerwelle (FDP). Er bekräftigte den Willen der Regierung, Griechenland in der Euro-Zone zu halten.