Extremismus: Friedrich will Salafisten-Vereine verbieten lassen

09.05.2012 08:59 Uhr
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Hans-Peter Friedrich

«Wir werden uns in Deutschland keine Religionskriege aufzwingen lassen»: Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU). (FOTO: DPA)

Nach den jüngsten Ausschreitungen in Nordrhein-Westfalen will Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich mit der Auflösung von Vereinen gegen radikale Salafisten weiter vorgehen.
Köln/dapd. 

Jede Möglichkeit werde geprüft, Vereine, in denen sie organisiert sind, zu verbieten, sagte der CSU-Politiker am Mittwoch im ARD-„Morgenmagazin“. Er stellte klar: „Sie sind gefährlich.“

Es habe bereits ein Ermittlungsverfahren gegen eine Organisation mit dem Namen „Einladung zum Paradies“ gegeben, wie Friedrich sagte. Diese habe sich dann aber aufgelöst, um den Ermittlungen zu entgehen. Wichtig sei, die Szene im Blick und im Griff zu haben.

Von den 4.000 Anhängern der salafistischen Bewegung in Deutschland seien zwar nicht alle „unmittelbar und immer sofort gewalttätig“, sagte Friedrich. Aber wie schnell das gehen könne, sei nun in Bonn sichtbar gewesen.

Nach einer Anti-Islam-Kundgebung der rechtsextremen Splitterpartei Pro NRW am Wochenende in Bonn hatten Salafisten 29 Polizisten verletzt, zwei durch Messerstiche schwer.