Frankfurt: «Blockupy»-Aktivisten gehen weiter auf die Straße

18.05.2012 11:22 Uhr
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Festnahme

Eine Blockupy-Aktivistin sitzt nach ihrer Festnahme in einem Gefangenen-Transporter der Polizei. (FOTO: DPA)

„Blockupy“-Aktivisten haben am Freitag trotz Versammlungsverbot in Frankfurt/Main gegen Banken, Kapitalismus und die Krisenpolitik protestiert.
Frankfurt(Main)/dapd. 

An verschiedenen Plätzen habe es unerlaubte Kundgebungen von mehreren hundert Person gegeben, sagte ein Polizeisprecher am Vormittag auf Anfrage. Größere gewaltsame Zwischenfälle seien bisher aber nicht bekannt. Das Bündnis attac kritisierte das Vorgehen der Polizei, ein Demonstrant sei am Freitag verletzt worden, hieß es.

Polizei und attac berichteten von erheblichen Behinderungen rund um das Bankenviertel. An der Messe wurden mehrere hundert Menschen von Polizisten eingekesselt und festgenommen, ebenso im Westend. Auch der Zubringer zur Autobahn wurde gesperrt. Die Beamten würden weiter das Verbot der Aktionen durchsetzen und Platzverweise aussprechen, betonte der Polizeisprecher. Morgens um 8.00 Uhr hatte sich ein Demonstrationszug vom Bahnhof in Richtung Europäischer Zentralbank (EZB) in Bewegung gesetzt. Die Polizei gab die Zahl ihrer Einsatzkräfte für das gesamte Wochenende mit 5.000 an.

Das „Blockupy“-Bündnis kritisierte die massive Polizeipräsenz in der Main-Metropole. Die Stadt werde wegen des Verbots der Protestveranstaltungen zur „grundrechtsfreien Zone“ gemacht, sagte attac-Sprecherin, Frauke Distelrath. Aus ihrer Sicht seien die Demonstranten „alle besonnen und halten sich zurück“, fügte sie hinzu. „Die Menschen zeigen, dass sie sich die Versammlungsfreiheit nicht nehmen lassen“, betonte Distelrath. Sie kündigte an, dass es am Freitag im gesamten Stadtgebiet zu Aktionen kommen werde.