Führungspositionen: Frauenanteil in Ministerien steigt

13.05.2012 09:12 Uhr
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Bundesministerinnen

Bundesministerinnen Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (l./FDP) und Kristina Schröder (CDU) bei einem Besuch in Torgau. (FOTO: DPA)

Kanzlerin Angela Merkel ist die größte Frauenförderin der Bundesregierung: Sie steigerte den Frauenanteil in Führungspositionen im Kanzleramt binnen drei Jahren um 35 Prozent.
Hamburg/Berlin/dapd. 

Kanzlerin Angela Merkel ist die größte Frauenförderin der Bundesregierung: Sie steigerte den Frauenanteil in Führungspositionen im Kanzleramt binnen drei Jahren um 35 Prozent, wie der „Spiegel“ am Sonntag unter Berufung auf eine Studie der Unternehmensberatung Kienbaum berichtete. In keinem anderen der 16 Ressorts der schwarz-gelben Regierung sei in dieser Zeit der Anteil stärker gewachsen.

Auf dem zweiten Rang liegt das Bundesumweltministerium mit knapp 27 Prozent, gefolgt vom Ressort von Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU), wie es hieß. Im Durchschnitt stieg in diesem Zeitraum der Frauenanteil in Führungspositionen bis auf die Referatsleiterebene um gut zwölf Prozent.

Nur drei Ministerien blieben den Angaben zufolge unter dem Schnitt: Im Verteidigungsministerin sank die Quote dem „Spiegel“ zufolge um fast 60 Prozent. Frauenministerin Kristina Schröder (CDU) und Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel (FDP) kamen nur auf ein Plus von vier Prozent. Dass beide Ministerien den höchsten Frauenanteil in Leitungsfunktionen haben, hat einen einfachen Grund: Ihre Vorgängerinnen Ursula von der Leyen (CDU) und Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) hatten den Anteil bereits aufgestockt. Insgesamt sind in der Bundesregierung fast 25 Prozent der Führungspositionen mit Frauen besetzt.