Geschichte: Opferrente für DDR-Zwangsumgesiedelte gefordert

26.05.2012 10:30 Uhr
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Der Leiter der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn, Sascha Möbius, hat eine Opferrente für Zwangsumgesiedelte aus dem DDR-Grenzgebiet gefordert.
Halle (Saale)/dapd. 

Anlässlich des 60. Jahrestags des Grenzausbau-Beginns sagte Möbius am Samstag MDR Info, dass damals rund 8.300 Menschen zwangsumgesiedelt wurden. Viele Betroffene seien noch heute traumatisiert. Deshalb sei es ihm ein besonderes Anliegen, mit einem regionalen Gedenktag am 26. Mai daran zu erinnern, dass auch Zwangsumgesiedelte Opfer des DDR-Regimes seien und eine Opferrente bekommen sollten.

Die DDR hatte am 26. Mai 1952 mit einer Blitzaktion die Demarkationslinie für den kleinen Grenzverkehr geschlossen. Zugleich wurde damit begonnen, die Grenze zu befestigen, Sperrzonen einzurichten und mit der „Aktion Ungeziefer“ Menschen aus Grenzorten wegzubringen.