Gesundheit: Ärzte wollen Vertrauen in Organspende wiederherstellen

09.08.2012 13:13 Uhr | Aktualisiert 27.08.2012 19:05 Uhr
Ein Organspendeausweis wird in Kiel zerissen. (FOTO: DPA) 
Die Ärzteschaft will für mehr Transparenz und effizientere Kontrollen bei Organspenden sorgen. Das Vertrauen in die Transplantationsmedizin und die Organspende müsse schnellstmöglich wieder hergestellt werden, sagte Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery.
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Berlin/dapd. 

Die Ärzteschaft will für mehr Transparenz und effizientere Kontrollen bei Organspenden sorgen. Das Vertrauen in die Transplantationsmedizin und die Organspende müsse schnellstmöglich wieder hergestellt werden, sagte Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery am Donnerstag nach einem Spitzentreffen in Berlin. Unter anderem solle das Mehraugenprinzip bei der Aufnahme von Patienten auf Wartelisten und bei der Organzuteilung „mit Leben erfüllt werden“. Dazu werde die Einrichtung von Transplantationskonferenzen angestrebt.

Montgomery fügte hinzu, bei „nachgewiesenem schweren ärztlichen Fehlverhalten“ sollten die zuständigen Institutionen „das Ruhen oder den Entzug der Approbation“ anordnen. An dem umstrittenen beschleunigten Verfahren bei der Organvergabe solle festgehalten werden. Es müsse aber einer kritischen Analyse unterzogen werden, sagte der Ärztepräsident.