Griechenland: Athen steuert auf Neuwahlen zu

11.05.2012 22:05 Uhr | Aktualisiert 11.05.2012 22:07 Uhr
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Olli Rehn

EU-Währungskommissar Olli Rehn verkündet gute Nachrichten. (FOTO: RTR)

Griechenland steuert fünf Tage nach der Parlamentswahl auf Neuwahlen zu. Am Freitagabend scheiterte auch der dritte Anlauf zur Regierungsbildung. Der Parteichef der sozialistischen Pasok, Evangelos Venizelos, will sein diesbezügliches Mandat zurückgeben. Damit bliebe nur noch ein letzter Vermittlungsversuch von Präsident Karolos Papoulias, bevor die Griechen erneut zu den Wahlurnen gerufen würden. Umfragen zufolge könnten die Gegner des Sparkurses mit einem Sieg rechnen, was wiederum das Ende der Euro-Mitgliedschaft des Landes bedeuten dürfte. Die Ratingagentur Fitch bezeichnete Neuwahlen als ein Szenario das "kritisch für Griechenland und die Euro-Zone" sei.
Halle (Saale)/MZ. 

Die gescheiterte Regierungsbildung belastete am Freitaga den Euro.

Bei der Parlamentswahl am vergangenen Sonntag waren Pasok und ND für ihre Zustimmung zu den Rettungspaketen für Athen und dem damit verbundenen Sparprogramm abgestraft worden. Parteien am linken und rechten Rand konnten davon profitieren. Der Vorsitzende der Linkspartei Syriza, Alexis Tsipras, hatte zuvor die Koalitionsverhandlungen platzen lassen und deutlich gemacht, dass er eine Fortsetzung des harten Sparkurses nicht akzeptieren werde.