Kriminalität: Drogenhandel ist lukratives Milliarden-Geschäft

17.07.2012 00:07 Uhr | Aktualisiert 17.07.2012 00:10 Uhr
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Von Bettina Vestring
Mit Drogenhandel und Produktpiraterie werden atemberaubende Summen verdient. Nach Schätzung der UN machen organisierte Banden weltweit jedes Jahr hunderte Milliarden US-Dollar Gewinn.
Berlin/MZ. 

Die organisierte Kriminalität ist ein Riesengeschäft: Mit illegalem Drogenhandel, dem Menschenschmuggel oder dem Verkauf gefälschter Waren verdienen internationale Verbrecherbanden jährlich etwa 870 Milliarden US-Dollar (710 Milliarden Euro). Das schätzt das UN-Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (Undoc), das jetzt eine Kampagne gegen die grenzüberschreitende Bandenkriminalität ins Leben rief.

Am gewinnträchtigsten sei noch immer der Drogenhandel. Damit verdienen Banden über Grenzen hinweg jedes Jahr schätzungsweise 320 Milliarden Dollar, schrieb das UN-Büro. An zweiter Stelle stehe der Handel mit gefälschten Produkten, der 250 Milliarden bringt. Mit Menschenhandel, dem jedes Jahr weltweit etwa 2,4 Millionen Menschen zum Opfer fielen, würden mindestens 32 Milliarden Dollar verdient, listet die UN auf. Höchst lukrativ sei es auch, Menschen nach Europa oder in die USA zu schmuggeln. Im Jahr 2009 hätten Schmugglerbanden rund 6,6 Milliarden Dollar damit verdient, dass sie insgesamt drei Millionen illegale Einwanderer nach Nordamerika gebracht hätten.

Die Gewinne der Banden würden zu etwa 70 Prozent durch Geldwäsche in den Wirtschaftskreislauf zurückfließen, so die UN weiter. Und nur etwa ein Prozent der gewaschenen Gelder würden gefunden und beschlagnahmt.