NVA und Bundeswehr: Sieben Millionen Euro für Radaropfer

21.05.2012 14:39 Uhr | Aktualisiert 10.06.2012 12:46 Uhr
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Radar-Antenne auf NVA-ZIL 131

Ein ZIL 131 mit einer Radar-Antenne steht auf dem Gelände eines Museums in Oschersleben. (FOTO: ANDREAS STEDTLER)

Für Soldaten von Bundeswehr oder DDR-Volksarmee, die bei der Arbeit an Radargeräten verstrahlt wurden, gibt es künftig eine eigene Stiftung mit einem Etat von sieben Millionen Euro.
Berlin/dpa. 

Für Soldaten von Bundeswehr oder DDR-Volksarmee, die bei der Arbeit an Radargeräten verstrahlt wurden, gibt es künftig eine eigene Stiftung. Dazu gehört insbesondere ein Hilfsfonds für Härtefälle, der nach Angaben des Verteidigungsministeriums mit einem Etat von sieben Millionen Euro ausgestattet wird. Angestrebt wird auch, dass sich die Hersteller von Radargeräten finanziell beteiligen.

Offiziell gegründet wird die „Härtefall-Stiftung“ an diesem Dienstag in Berlin. Die meisten Radaropfer aus Bundeswehr oder Nationaler Volksarmee (NVA) wurden in den 1960er und 1970er Jahren verstrahlt. Nach Angaben des Bundeswehrverbands sind viele schwer an Krebs erkrankt, einige auch schon gestorben. Insgesamt haben nach diesen Angaben bereits etwa 3800 Soldaten oder Zivilbeschäftigte sowie deren Angehörige einen Antrag auf Entschädigung gestellt.

Angesiedelt wird die Stiftung beim Soldatenhilfswerk. Sie soll auch Soldaten unterstützen, die nach einem Auslands-Einsatz unter sogenannten posttraumatischen Belastungsstörungen leiden. Dem Stiftungsrat werden nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios unter anderem der frühere Chef des Bundeswehrverbandes, Bernhard Gertz, und der ehemalige Generalinspekteur Hans-Peter von Kirchbach angehören.