Ein Mann spricht auf einem Spielplatz in einem Neubaugebiet ein kleines Mädchen an. (SYMBOLFOTO KINDESMISSBRAUCH: DPA)
Der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, handelt laut einem Bericht der „Märkischen Allgemeinen Zeitung“ vom Samstag derzeit mit rund 20 Dachverbänden wie der Deutschen Bischofskonferenz, der Arbeiterwohlfahrt oder dem Arbeitskreis der Internate einen solchen Verhaltenskodex aus.
In diesen Regeln ist laut Bericht unter anderem festgelegt, dass es zwischen Betreuer und Betreutem keine Facebook-Kontakte geben soll, dass bei Übernachtungen die Räume der Kinder oder Jugendlichen erst nach Anklopfen betreten werden dürfen und dass die Anwesenheit von Erwachsenen in Dusch- und Waschräumen generell untersagt ist - Notfälle ausgenommen. Lehrer und Erzieher dürfen demnach im Intimbereich, an Bauch und Oberschenkeln keine medizinische Versorgung vornehmen, ausgenommen auch hier Notfälle.
Verboten sein soll auch, Kinder und Jugendliche nach ihren sexuellen Erfahrungen auszufragen oder mit ihnen gemeinsam eine Sauna oder einen FKK-Strand zu besuchen. Auch Besuche einzelner Kinder oder Jugendlicher in einer Privatwohnung von Lehrer oder Trainer sollen tabu sein.
Der Deutsche Olympische Sportbund, die Arbeiterwohlfahrt und der Paritätische Gesamtverband haben die Regeln laut Bericht bereits unterschrieben. Ihre Bereitschaft dazu erklärt hätten die kommunalen Spitzenverbände, die Kirchen, die anderen Wohlfahrtsverbände, das Bundesforum Kinder- und Jugendreisen, der Arbeitskreis der Internate und die Deutsche Krankenhausgesellschaft.