Bei zwei Explosionen in Damaskus sind mindestens 180 Menschen verletzt worden, mehr als 40 Menschen starben.
Rund 170 Menschen seien verletzt worden, hieß es. Die Regierung machte weiter nicht näher bezeichnete Terroristen verantwortlich. Bei den meisten Opfern handele es sich um Zivilpersonen, hieß es. In der Nähe des Explosionsortes waren ausgebrannte, rauchende Fahrzeuge zu sehen. Die Detonationen brachten die Außenmauer eines Gebäudes des militärischen Geheimdienstes zum Einsturz, die Struktur des Gebäudes schien aber noch intakt zu sein.
Die Explosionen ereigneten sich im Stadtviertel Kasas gegen 07.50 Uhr, also zu einer Zeit, zu der die Beschäftigten üblicherweise am Arbeitsplatz erscheinen. Der norwegische Leiter der UN-Beobachter in Syrien, Generalmajor Robert Mood, besuchte den Anschlagsort. Das syrische Volk habe diese «schreckliche Gewalt» nicht verdient, erklärte er. «Das löst keine Probleme.»
Die Innenstadt von Damaskus steht unter Kontrolle der Truppen von Präsident Baschar Assad, dennoch wurden dort bereits mehrere Bombenanschläge verübt. Ihr Ziel waren häufig Einrichtungen oder Konvois der Sicherheitskräfte. Zuletzt riss ein Selbstmordattentäter am 27. April in Damaskus mindestens neun Menschen mit in den Tod, 26 wurden verletzt. Zu mehreren derartigen Angriffen hat sich in der Vergangenheit eine Al-Kaida-nahe Gruppierung bekannt.