Der chinesische Staats- und Parteichef Hu Jintao (l) begrüßt den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad (r) in Peking. (FOTO: DPA)
Zudem sagte China dem Nachbarland Tadschikistan Entwicklungshilfe und günstige Kredite in Höhe von einer Milliarde Dollar (795 Millionen Euro) zu.
Der chinesische Präsident Hu Jintao forderte seinen iranischen Kollegen Mahmud Ahmadinedschad bei dem Treffen in Peking zu mehr Flexibilität in den Verhandlungen über das umstrittene Atomprogramm des Landes auf. "China hofft, dass die iranische Seite die Situation abwägt, einen flexibleren und pragmatischeren Ansatz wählt und ernsthafte Gespräche mit der Sechsergruppe führt", zitierte das chinesische Außenministerium den Staatschef. "Um sicherzustellen, dass die Spannungen beigelegt werden, muss der Dialog mit der Internationalen Atomenergiebehörde verbessert werden", hieß es. China werde weiterhin "eine konstruktive Rolle bei der Lösung des Problems mit friedlichen Mitteln spielen", sagte Hu. China hatte zuletzt neue Sanktionen des UN-Sicherheitsrats gegen das mutmaßliche iranische Atomwaffenprogramm verhindert.
Den Fuß in der Tür
Enger zusammenarbeiten will China künftig auch mit Afghanistan. Präsident Hu und sein afghanischer Kollege Hamid Karsai unterzeichneten am Freitag eine gemeinsame Erklärung, in der eine weitreichende Kooperation angekündigt wird. China werde "aufrichtige und selbstlose Hilfe für die afghanische Seite" leisten. China sei ein "vertrauenswürdiger Nachbar und Freund Afghanistans". In der Erklärung wird zu einer engeren Zusammenarbeit in Bereichen wie Grenzüberwachung und Gesundheitskontrolle aufgerufen. Beobachter werteten die Vereinbarung als konkreten Schritt der Regierung in Peking, ihren Einfluss in Afghanistan bis zum Abzug der meisten ausländischen Truppen Ende 2014 auszubauen.