"Misst man die Stand-by-Leistung einfacher Set-Top-Boxen, stellt man mit Erschrecken fest, dass der Wert meist zwischen 5 und 15 Watt liegt", sagt Juliane Dorn, Leiterin des Energieprojektes der Verbraucherzentrale Sachsen. Außerdem hätten viele dieser Geräte keinen Schalter, mit dem man sie ganz ausstellen könne.
Ein Rechenbeispiel zeigt, wie teuer dies sei: Steht eine Set-Top-Box 20 Stunden pro Tag auf Stand-by und hat eine Stand-by-Leistung von acht Watt, verbraucht sie nur für diese Zeit rund 60 Kilowattstunden im Jahr. Bei einem Strompreis von 23 Cent pro Kilowattstunde kostet das rund 14 Euro im Jahr. Dieses Geld kann einsparen, wer seine Set-Top-Box konsequent abschaltet, wenn er nicht fernsieht. Selbst wenn man sich dafür eine abschaltbare Steckerleiste für zehn Euro zulegen müsse, spare man bereits nach einem dreiviertel Jahr Geld.
Für Besitzer neuer Set-Top-Boxen fällt die Rechnung etwas anders aus. Laut einer EU-Verordnung aus dem Jahr 2009 dürfen Set-Top-Boxen, die nach dem 24. Februar 2010 in den Handel gekommen sind, im Stand-by nicht mehr als ein Watt verbrauchen. Ist im Bereitschaftsmodus eine Anzeige aktiv, dürfen es nicht mehr als zwei Watt sein.
Wer Fragen zum Stromsparen hat, kann sich an die Energieberater der Verbraucherzentralen wenden.
Telefonisch wird Auskunft gegeben: 018 / 809 802 400 (14 Cent / Minute aus dem Festnetz)