In Berlin lädt der Hüttenpalast zum Campen ein (FOTO: HÜTTENPALAST)
Städtereisen sind beliebt. Doch übernachten muss man nicht immer nur im Hotel. Eine Altenative ist Camping in der Stadt, vor allem auch für jene, die gern mit Zelt oder Wohnwagen unterwegs sind. Gerade in den letzten Jahren rüsten sich große und kleine Städte mit optimal gelegenen Stellplätzen, auf denen man gegen einen kleinen Obolus alle erforderlichen Anschlüsse vorfindet.
Barcelona: 300 Meter sind es vom Camping Tres Estrellas in Barcelonas südlichem Vorort Gavá zur Bushaltestelle in die katalanische Metropole. Tag und Nacht verkehren hier die Linien zur zwölf Kilometer entfernten Plaza de Catalunya, von der aus man Trips zu den Bauwerken Antoni Gaudis, in die Markthalle oder über die Flaniermeile Ramblas starten kann. Der Platz ist nicht nur verkehrsgünstig gelegen, sondern auch direkt am Meer. Dafür muss man den Lärm des nahen Flughafens und der Autobahn in Kauf nehmen. Ruhiger liegt Camping Masnou im Norden Barcelonas.
Meran: Wo schon Kaiserin Sisi gern baden ging, ist es auch heute noch schön: Dafür sorgen Laubengasse, Sommerpromenade, die Therme und der große Markt am Praderplatz, auf dem man jeden Freitagvormittag heimische Delikatessen kaufen, aber auch durch das Lederwaren-Angebot stöbern kann. Vom Camping Meran ins Zentrum von Südtirols zweitgrößter Stadt sind es nur ein paar Minuten. Die Anlage mit Hecken und altem Baumbestand ist das ganze Jahr geöffnet. Von Mai bis September ist das Freibad beheizt. Dabei ist die Anlage nicht nur ein idealer Standort für einen Städtetrip. Mit dem anschließenden Tennisplatz, Radverleih und Reitschule kann man den Aufenthalt mit sportlichen Aktivitäten verbinden.
Rom: Genau richtig für kultur- und bildungshungrige Camper sind drei Anlagen direkt in Rom. Camping Village Flaminio etwa, von wo aus man mit Rad, Bus oder Bahn in knapp 3,5 Kilometer mitten in der ewigen Stadt steht. Zurückgekehrt genießt man als entspanntes Kontrastprogramm die Ruhe der in einem Wald gelegenen Anlage oder wird nebenan im Freibad oder auf dem Tennisplatz aktiv. Nur 500 Meter weiter hat man es zum Camping Village Roma im Westen Roms. Mit einer ADAC-Campingkarte (erhältlich beim Kauf eines Campingführers) profitiert man hier von besonders günstigen Tarifen. Mit einem kostenlosen Metro-Zubringer von der Anlage aus sind die neun Kilometer vom Happy Camping eine bequeme Entfernung in die Stadtmitte.
Berlin: Indoor-Camping kann man mitten in Neukölln erleben. In einer ehemaligen Staubsaugerfabrik entstand der Hüttenpalast mit Wohnwagen, Hütten und Schrebergartenatmosphäre unterm Dach. Nach einem langen Tag in Berlin krabbelt man in sein rollendes Häuschen mit Namen wie Herzensbrecher oder Schwalbennest und lässt die Eindrücke der Großstadt Revue passieren. Ein bisschen ländliches Flair findet man im Innenhof zwischen Blumenkübeln und bepflanzten Badewannen. Nur den eigenen Camper kann man hierher nicht mitnehmen.