Im EU-Ausland: Smartphone-Tarife werden günstiger

17.02.2011 10:15 Uhr | Aktualisiert 10.05.2012 16:59 Uhr
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Smartphone-Surfer

Endlich: Im Ausland mit dem Smartphone zu surfen wird jetzt deutlich günstiger. (FOTO: DPA)

Die Tarife für Surfen und Telefonieren im EU-Ausland werden weiter gesenkt. Das EU-Parlament hat neue Preisobergrenzen festgelegt. Wir geben einen Überblick, was beim Telefonieren und Surfen mit Handy und Smartphone im Ausland zu beachten ist.
HALLE (SAALE)/MZ/DPA/DMN. 

Im Urlaub soll alles anders, besser und schöner sein als Daheim. Doch beim Telefonieren oder Surfen mit dem Handy hätten es die meisten gerne wie zu Hause: günstig und unkompliziert. Doch in der Praxis wird das Smartphone jenseits deutscher Grenzen immer noch schnell zur Kostenfalle.

Das soll sich jetzt ändern. Die EU stoppt die Abzocke bei der Handynutzung und beim mobilen Datendownload im Ausland. Schon ab dem Sommer werden die Preise für Telefonate um sechs Cent sinken. Und auch SMS oder das Abrufen von E-Mails wird deutlich billiger. Darüber hinaus wird eine Marktöffnung erzwungen. Verbraucher können so auf billige Auslandsanbieter umsteigen - ohne die SIM-Karte oder ihre Nummer zu wechseln.

Datendownload wird günstiger

Vor allem beim Datendownload nutzten die Anbieter die bislang fehlende Regulierung eiskalt aus. Für ein Megabyte liegen die Durchschnittskosten laut Kommission bei mehr als zwei Euro – und in Extremfällen bei bis zu zwölf Euro. Ab Juli sind maximal 70 Cent zulässig und der Preis muss bis 2014 auf 20 Cent weiter sinken. Dadurch wird nicht nur das Herunterladen von Videos oder Bildern erschwinglich: Auch E-Mails können dann ohne horrende Rechnungen abgerufen werden.

Vor allem beim Datendownload nutzten die Anbieter die bislang fehlende Regulierung eiskalt aus. Für ein Megabyte liegen die Durchschnittskosten laut Kommission bei mehr als zwei Euro – und in Extremfällen bei bis zu zwölf Euro. Ab Juli sind maximal 70 Cent zulässig und der Preis muss bis 2014 auf 20 Cent weiter sinken. Dadurch wird nicht nur das Herunterladen von Videos oder Bildern erschwinglich: Auch E-Mails können dann ohne horrende Rechnungen abgerufen werden.

Die Obergrenzen für abgehende Gespräche sinken pünktlich zur Urlaubssaison von 35 auf 29 Cent pro Minute, bis 2014 auf 19 Cent. Für eingehende Anrufe sinkt der Preis von elf auf acht Cent im Sommer und fünf Cent in zwei Jahren (jeweils plus Mehrwertsteuer). SMS dürfen mit Inkrafttreten der neuen Regeln maximal neun Cent kosten und bis 2014 nur noch sechs Cent.

Marktöffnung ab 2014

Neben der Preisdeckelung ist die Marktöffnung ein wichtiger Schritt: Ab 2014 erhalten die Verbraucher die Möglichkeit, unabhängig von ihrem Handyvertrag für Auslandsaufenthalte auf Roamingdienste billigerer Anbieter umzusteigen. Der Wechsel muss kostenlos sein und die Kunden müssen über die Möglichkeit informiert werden.

Was Sie beim Telefonieren und Surfen im Ausland beachten sollten, lesen Sie in unten den Bildergalerien.