Neues Wellness-Resort: Der Gast bestimmt selbst den Preis

05.04.2012 16:16 Uhr
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2. A-ja-Resort Warnemünde

Das „A-ja“-Resort wird zukünftig das bekannte Hotel „Neptun“ (links im Bild) an der Strandpromenade von Warnemünde erweitern. Zu DDR-Zeiten sind in dem Betonklotz vor allem Parteibonzen abgestiegen. (FOTO: A-JA WARNEMÜNDE)

Dank AIDA & Co. sind Kreuzfahrten heute nahezu für jedermann erschwinglich. Jetzt sollen auch Wellness-Resorts massentauglich werden. In Warnemünde eröffnet 2013 eine Unterkunft, in der die Gäste selbst den Preis der Übernachtung bestimmen.
HALLE (SAALE)/MZ/DMN. 

Seit den 90er-Jahren hat AIDA-Gründer Horst Rahe mit seiner Flotte die Branche der Kreuzfahrtschiffe revolutioniert. Luxuriöse Kreuzfahrten waren bis dahin der Oberklasse vorbehalten. Heute sind auch Pauschalreisende auf Kreuzfahrtriesen mit der Bezeichnung Clubschiff unterwegs.

Geht es nach dem AIDA-Erfinder und Chef der Deutschen Seereederei, soll jetzt der Markt der Wellness-Hotels aufgemischt werden. „Wir planen ähnlich wie mit der AIDA einen für breite Schichten bezahlbaren Urlaub im Luxusbereich“, sagte Rahe. In neuen Resorts, die den Namen „A-ja“ tragen werden, soll der Gast nur bezahlen, was er im Urlaub auch wirklich genutzt hat. In Warnemünde an der Ostsee soll Ostern 2013 das erste „A-ja“-Resort eröffnet werden.

Preiskonzept ist simpel

Das Preiskonzept der neuen Wellness-Kette ist simpel: Der Grundpreis für die Übernachtung beträgt pro Person 39 Euro. Frühstück, Schwimmbad oder die Entspannung im Spa-Bereich müssen extra bezahlt werden. Ein Tagespass im Spa kostet elf Euro, für das Frühstück werden zehn Euro fällig. Jedes Hotel der neuen Kette soll einen Innen- und Außenpool bekommen. Außerdem gibt es Kurs- und Fitnessräume sowie einen Kosmetikbereich.

Wer sich von diesen Extras nicht verleiten lässt, bezahlt für einen einwöchigen Aufenthalt weniger als 300 Euro. Alle 233 Zimmer der Unterkunft in Warnemünde sollen laut Betreiber den Luxus einer Suite bieten. Es gibt ein Kingsize-Bett, von einer Sitzecke blickt man durch Panorama-Glasscheiben aufs Meer und die Regendusche im Badezimmer erlaubt auf Wunsch den Blick in die Natur.

Glaubt man den ersten Entwürfen, könnte das neue Hotel die Stadt Warnemünde gleich von mehreren Bausünden befreien. Das „A-ja“-Resort wird das bekannte Hotel „Neptun“ direkt an der Ostsee erweitern. Zu DDR-Zeiten sind in dem Betonklotz vor allem Parteibonzen abgestiegen. Auch das ehemalige Spaßbad „Samoa“ neben dem „Neptun“ findet eine neue Verwendung. Es wird zum Schwimmbad- und Wellnessbereich des neuen Hotels umfunktioniert.

Unsere Bildergalerie zeigt unten erste Entwürfe des neuen Wellness-Resorts für den kleinen Geldbeutel.