Studie: Deutsche Urlauber geben viel Trinkgeld

18.05.2012 11:04 Uhr | Aktualisiert 16.05.2013 12:16 Uhr
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Trinkgeld

Deutsche Urlauber sind spendabel, wenn es um Trinkgeld geht. (FOTO: DPA)

Zimmermädchen, Taxifahrer, Kellner - sie alle freuen sich generell über Trinkgeld. Doch gerade im Urlaub ist oft nicht klar, wie viel in welchen Ländern angemessen ist. Eine aktuelle Studie zeigt jedoch, dass deutsche Urlauber sich informieren und spendabel sind.
Halle (Saale)/MZ/DMN. 

Pourboire, Tip, Bakschisch – deutsche Reisende kennen sich mit den Trinkgeld-Gepflogenheiten am Ferienort aus und sind spendabel. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie zum Thema „Trinkgeld im Urlaub“ des Reiseportals TripAdvisor.

Mehr als zwei Drittel (72 Prozent) der rund 900 befragten Bundesbürger fühlen sich sicher im Umgang mit Trinkgeld im Urlaub und wissen genau, wo wie viel angemessen ist. Denn über die Hälfte (55 Prozent) informiert sich vor der Abreise eingehend bezüglich der landestypischen Gepflogenheiten und variiert den Prozentsatz je nach Land und Dienstleistung (83 Prozent).

Besonders in Regionen wie den USA, in denen Trinkgeld zum Gehalt der Angestellten zählt, ist der Urlauber geneigt, auf jeden Fall in die Tasche zu greifen (49 Prozent). Allerdings muss der Service auch überzeugen: 66 Prozent geben an, dass sie nur Bedienungsgeld geben, wenn die Dienstleistung den Erwartungen entspricht. Dabei werden Freundlichkeit (57 Prozent) und Höflichkeit (12 Prozent) als wichtigste Kriterien genannt.

Deutsche haben Spendierhosen an

Im Ländervergleich mit Spanien, Italien, Großbritannien und Frankreich sind die deutschen Reisenden besonders großzügig. Mehr als zwei Drittel (63 Prozent) geben immer Trinkgeld im Urlaub, der Umfragedurchschnitt liegt bei 37 Prozent. Daran hat auch die angespannte Wirtschaftslage nichts geändert, nur knapp ein Drittel der Bundesbürger hat den Betrag deshalb reduziert, 74 Prozent entlohnen guten Service weiterhin wie gehabt. Im Ländervergleich führt Deutschland – der Mittelwert liegt bei 59 Prozent.

„Die Umfrage zeigt, die deutschen User informieren sich vor Antritt der Reise detailliert über Sitten und Gebräuche“, sagt Pia Schratzenstaller, Pressesprecherin von TripAdvisor in Deutschland. „Ein kluger Schachzug, denn so beugen sie kulturellen Missverständen vor – in China zum Beispiel wird Trinkgeld in ländlichen Regionen immer noch sehr häufig als Beleidigung empfunden.“

In welchen Ländern wie viel Trinkgeld angebracht ist und wo man darauf verzichten sollte, zeigen wir in unserer Fotogalerie.