Aus im DFB-Pokal: «Diese Niederlage war völlig unnötig und bitter»

19.08.2012 10:12 Uhr | Aktualisiert 19.08.2012 10:39 Uhr
Duisburgs Maurice Exslager (li.) im Duell gegen Halles Maik Wagefeld. (FOTO: DPA) 
Die Kicker des Halleschen FC haben die Cup-Revanche verpasst und 250.000 Euro verspielt. Der Drittligist scheiterte zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren im DFB-Pokal am MSV Duisburg und schied nach der 0:1 (0:1)-Niederlage unglücklich aus.
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Halle (Saale)/dpa. 

„Ich habe eine sehr starke Leistung unserer Mannschaft gesehen. Wir waren über weite Strecken der Partie mehr als gleichwertig. Doch leider haben wir es verpasst, aus unserer gefühlten optischen Überlegenheit einen Treffer zu erzielen“, haderte Halles Trainer Sven Köhler am Samstag mit dem Schicksal.

Dem bisher sieglosen Zweitliga-Schlusslicht reichte eine Chance zum Siegtreffer. „Die Duisburger haben einen Fehler von uns bestraft, sich den Elfmeter erarbeitet und eiskalt verwandelt“, sagte Köhler mit Blick auf die 17. Spielminute. Da hatte Jan Benes MSV-Angreifer Maurice Exslager nur auf Kosten eines Foulspiels im eigenen Strafraum bremsen können. Goran Sukalo verwandelte den fälligen Strafstoß, schoss sein Team in die zweite Runde und rettete Coach Oliver Reck wohl den Job.

„Der HFC hat uns alles abverlangt. Meine Mannschaft hat sich gegen einen sehr guten Gegner mit allen Mitteln gewehrt. Wir haben viel besser als Mannschaft verteidigt als in den ersten beiden Punktspielen. Die Null war kein Zufall“, lautete das Fazit des MSV-Trainers, dessen Schützlinge während des Duells nur noch zweimal gefährlich vor dem HFC-Gehäuse aufkreuzten.

Trotz vieler Chancen blieb den Hallensern der Ausgleich versagt. MSV-Torhüter Felix Wiedwald hielt mit seinen Glanzparaden gegen Dennis Mast (22.) und Benes (58./90.+2) den schmeichelhaften Erfolg der Gäste fest, weil dem Außenseiter in einigen Phasen auch das nötige Quäntchen Glück fehlte. So rutschte Anton Müller (19.) nur um Zentimeter an einer Flanke von Nico Kanitz vorbei. Andis Shalas Kopfball (84.) segelte über das Dreiangel. „Diese Niederlage war völlig unnötig und bitter. Jeder im Stadion hat gesehen, dass wir den Zweitligisten bespielt haben und über 90 Minuten die bessere Mannschaft waren. Leider fehlte dem Schiedsrichter die nötige Courage, wenigstens einen Strafstoß für uns in der Nachspielzeit zu geben“, sagte HFC-Verteidiger Steven Ruprecht.

Die Rot-Weißen forderten zweimal vergeblich einen Handelfmeter, der Pfiff des sonst gut leitenden Referees Robert Hartmann blieb aus. „Der eine oder andere Zweitligist hätte heute in Halle auch sehr große Probleme gehabt. Wir haben keinen schönen Fußball gespielt und hatten in der Nachspielzeit auch das Glück auf unserer Seite“, meinte Duisburgs Stürmer Jovanovic.