Wenn der Trainer einer Damenmannschaft über eine Spielerin, die vor wenigen Tagen gerade erst ihren 19. Geburtstag gefeiert hat, sagt: „Ich rechne mit ihr als feste Stütze der Mannschaft und denke, dass sie diese Rolle gut ausfüllen kann“, dann spricht dies bereits für sich. Getroffen hat diese Einschätzung LIONS Head Coach Patrick Bär in Bezug auf Laura Hebecker.
Das hallesche Eigengewächs gilt aktuell als das sportliche Aushängeschild der renommierten Kaderschmiede im SV Halle in der Sportart Basketball. Beste Spielerin der Nachwuchsbundesliga 2010, Rookie of the Year der DBBL-Saison 2010/2011, mehrfache deutsche Jugendmeisterin und Jugendvizemeisterin, seit der letzten Saison nun auch Vizemeisterin bei den Damen und als eine der besten Spielerinnen ihres Jahrganges nicht nur Leistungsträgerin in den deutschen Jugendnationalmannschaften, sondern seit diesem Sommer sogar im erweiterten Kader der Damennationalmannschaft – die Liste der Auszeichnungen und Erfolge von Laura Hebecker ist lang.
Sportlich ist es auf dem ersten Blick die Vielseitigkeit, die die Flügelspielerin auszeichnet. Doch der allergrößte Trumpf der Allrounderin, der sie von anderen Spielerinnen abhebt, ist ihre charakterliche Ausgeglichenheit in Kombination mit ihrem unbändigen Ehrgeiz. Laura’s klarer Kopf und ihre zurückhaltende Art, die jeglichen Ansatz von Starallüren vermissen lässt, machen sie zu einer Wunschspielerin eines jeden Trainers. Das weiß auch ihr neuer Vereinstrainer Patrick Bär zu schätzen. „Laura zählt trotz ihrer jungen Jahre schon zu den routinierten Spielerinnen bei den LIONS und in der Liga. Ihre große Stärke liegt zweifelsfrei in ihrer Zielstrebigkeit und dem unbändigen Willen. Sie hat eine sehr gute Basketballgrundausbildung genossen und ist für ihr Alter sehr abgeklärt“, führt er aus.
Diese Stärken wird die gebürtige Hallenserin auch in der kommenden Saison wieder für die halleschen Korbjägerinnen in die Waagschale werfen. Die Freude im Lager der LIONS-Verantwortlichen hierüber ist groß, nachdem die Tinte unter dem neuem Vertrag mit der Ausnahmespielerin getrocknet ist. In der abgelaufenen Vizemeistersaison zählte sie mit durchschnittlich nahezu 30 Minuten Einsatzzeit zu den Eckpfeilern der Erfolgmannschaft der LIONS. Dabei erzielte sie rund 6 Punkte, schnappte sich nahezu 4 Rebounds im Schnitt pro Spiel und wurde als eine der besten Verteidigerinnen im Team regelmäßig auf die besten Außenspielerinnen der gegnerischen Mannschaften angesetzt.
Nun also steht sie vor ihrer bereits vierten Saison im Löwentrikot. Von dieser hofft sie, „dass sie wieder ähnlich erfolgreich verläuft wie die letzte Spielzeit“. Auch wenn natürlich jede Saison ihre eigene Geschichte hat, stehen die Vorzeichen hierfür jedenfalls schon einmal gar nicht schlecht, konnte doch die Mannschaft der abgelaufenen Saison größtenteils zusammengehalten werden und gerade auf den deutschen Positionen noch weiter verstärkt werden. Diese Verstärkungen, namentlich Julia Gaudermann und Christina Schnorr, sind aber für Laura keine Unbekannten. Seit Jahren verbringen die drei gemeinsam ihre Sommer im Dress der deutschen Jugendnationalmannschaften. Deshalb freut sich Laura auch im Hinblick auf die neue Spielserie „auf das Zusammenspiel mit Leuten aus der letzten Saison und neuen, aber mir bekannten Gesichtern.“ Ferner schürt natürlich auch der Trainerwechsel bei den LIONS die Vorfreude auf die neue Saison bei ihr: „Ich bin gespannt auf die Zusammenarbeit zwischen unserem neuen Team, auf das ich mich sehr freue, und unserem neuen Coach“.