Vor einem Jahr begann Anett Jelitte mit dem Kugelstoßen. (FOTO: FRANK GEHRMANN)
Sie kam im Kugelstoßen auf die Weite von 8,88 Meter und überbot damit die geforderte Norm um ganze sechs Zentimeter.
"Es ist eine beeindruckende Leistung", so Trainer Reinhard Gehlhaar vom SV Lok Aschersleben, der die Behindertenathletin seit einiger Zeit betreut, zu deren Vorstellung in Zagreb. Die Ascherslebenerin , die früher der Sitzvolleyball-Nationalmannschaft angehörte, trainiert das Kugelstoßen erst seit einem Jahr. Anfangs machte das Halten des Gleichgewichts im Kugelstoßring einige Probleme. Die seien inzwischen aber behoben, erklärt Gehlhaar. Seitdem hat Anett Jelitte im Training immer wieder die Neun-Meter-Marke übertroffen. In den Wettkämpfen zeigt sie allerdings immer wieder einmal Nerven. In Zagreb konnte sie erstmals auch unter dem nervlichen Druck eines Wettkampfs zeigen, was tatsächlich in ihr steckt. Künftig sollen die neun Meter zum Standard werden, sind sich Athletin und Trainer einig.
Ob die Ascherslebenerin tatsächlich bei den Paralympics, den "olympischen" Spielen für Behindertensportler, in London an den Start geht, steht allerdings noch nicht fest. Das hängt davon ab, ob sie vom Deutschen Behindertensportverband für dieses sportliche Highlight nominiert wird. "Wir hoffen für Anett, dass sie für London ausgewählt wird und drücken ihr dafür die Daumen", so ihr Trainer.