Sparkassenchef Hans-Ulrich Weiss mit Hoffmann und den Brandtners. (FOTO: MZ)
Als Hans-Ulrich Weiss neben dem Scheck über 1000 Euro auch noch ein Teddybär mit Deutschland-Trikot überreichte, musste Mandy Brandtner dann doch eine Träne verdrücken, so bewegt war sie. Auch nach dem Spiel des Verbandsligisten 1. FC Romonta gegen den Halleschen FC aus der Dritten Liga war sie immer noch aufgewühlt. "Dass so viele Menschen die Aktion unterstützen, obwohl ja gleich Deutschland gegen Italien spielt, einfach Wahnsinn", sagte die 26-Jährige am Donnerstagabend. Noch einmal nachgezählt waren es 586. Das macht 2930 Euro Eintrittsgeld. Hinzu kommen durch den Sparkassenscheck sowie Spenden, die unter anderem Boxprofi Timo Hoffmann einwarb, gut 5500 Euro für den Verein zur Förderung krebskranker Kinder, der den Brandtners aus Wansleben beistand, als sie im Vorjahr von ihrem fünfjährigen Sohn Charly Abschied nehmen mussten und beisteht.
"Wir finanzieren uns ausschließlich über Spenden, bekommen keine Zuschüsse", so Pädagogin Daniela Kay vom gemeinnützigen Verein aus der Saalestadt. Dass ist auch Sparkassenvorstand Hans-Ulrich Weiss nicht verborgen geblieben. "Meine Frau hat viele Jahre als Krankenschwester gearbeitet. Da weiß ich weiß natürlich, dass Medizin nicht alles kann", sagte er.
Jürgen Ludwig, Bürgermeister der Einheitsgemeinde Seegebiet und Verwaltungsratsmitglied der Sparkasse, hatte Weiss zu der Benefizaktion eingeladen. Und zu den Klängen des Eisleber Fanfarenzuges marschierten die Spieler aufs Feld. Dass Weiss und Ludwig am Ende den HFC durch die Treffer von Kevin Zschimmer (3.), Nils Pichinot (33.) und Philipp Zeiger (82.) gewinnen sahen, war erwartet worden. Das Ergebnis vielleicht nicht. Nur 0:3 aus Amsdorfer Sicht. Bei immerhin drei Spielklassen Unterschied. Und einem Gästekader, der es Halles Trainer Sven Köhler erlaubte, während der 90 Minuten komplett durchzuwechseln. "Hauptsache nicht zweistellig", hatte Amsdorf Kapitän Sirko Czarnetzki vor dem Anpfiff gesagt. Was er und seine Mannen, darunter drei in der Schlussphase eingewechselte Röblinger boten, war aller Ehren wert. Wenn es freilich nicht reichte, Halles Profis zu gefährden. "Ich bin zufrieden mit dem, was die Jungs gezeigt haben", so Amsdorfs Präsident Peter Müller. Wert darauf legend, dass der 1. FC Romonta Amsdorf nicht Organisator der Aktion sei, sondern Mittler. "Aber wir haben das sehr gern gemacht und werden in der Vorbereitung noch einmal in Röblingen spielen, um das Anliegen der Familie Brandtner zu unterstützen", so Müller. Mandy und Nico Brandtner, der ESV Lok Röblingen und der Verein HFC-Fanszene hatten das Benefizspiel auf den Weg gebracht. Und der Erfolg hat ihnen Recht gegeben. "Wir werden das nächstes Jahr wiederholen. Auf welche Art und Weise, müssen wir überlegen", sagte Nico Brandtner.