Boxen: Revolution für Klitschkos nächstes Opfer

10.07.2012 22:52 Uhr
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Wladimir Klitschko

Wladimir Klitschko gehen die Gegner aus. (FOTO: DPA)

Nach Wladimir Klitschkos K.o.-Sieg gegen Thompson will der Weltverband International Boxing Federation (IBF) nun einen fast revolutionären Weg gehen, um attraktive Gegner zu finden: Der Verband hat ein Vierer-Turnier im Schwergewicht angeordnet.
NEW JERSEY/DPA. 

Wladimir Klitschko gehen die Gegner aus. Spätestens seit dem Wochenende und dem K.o.-Sieg gegen den 40 Jahre alten Amerikaner Tony Thompson in Bern. Es war der 58. Sieg im 61. Profi-Kampf des 36 Jahre alten Ukrainers, der die Weltmeister-Titel im Schwergewicht der Profi-Box-Verbände IBF, WBO und IBO besitzt und dazu Super-Weltmeister der WBA ist. Weltmeister des Verbandes WBC ist sein Bruder Vitali Klitschko.

Nach Wladimir Klitschkos K.o.-Sieg gegen Thompson will der Weltverband International Boxing Federation (IBF) nun einen fast revolutionären Weg gehen, um attraktive Gegner zu finden. Der Verband hat ein Vierer-Turnier im Schwergewicht angeordnet. Die IBF bestimmte den bulgarischen Europameister Kubrat Pulew aus dem Berliner Sauerland-Boxstall, die ehemaligen WM-Herausforderer Odlanier Solis (Kuba) und Tomasz Adamek (Polen) sowie den Weißrussen Alexander Ustinow zu Teilnehmern dieses Ausscheidungs-Turniers.

In der ersten Runde soll Pulew auf Solis treffen. Der Olympiasieger aus Kuba war in seinem ersten WM-Kampf um den Titel des WBC im März 2011 an Vitali Klitschko gescheitert. Der Pole Adamek, der im September 2011 ebenfalls gegen den älteren Klitschko verlor, soll gegen Ustinow boxen. Der bislang in 27 Kämpfen unbesiegte Weißrusse steht bei der Klitschko-Promotion K2 unter Vertrag.

Es gibt im internationalen Profi-Boxen vier große Weltverbände, die alle eigene WM-Titel vergeben. Drei Titel werden zurzeit von deutschen Boxern gehalten. Marco Huck ist Cruisergewichts-Weltmeister, der Magdeburger Robert Stieglitz Halbmittelgewichts-Champion der WBO. Felix Sturm Super-Weltmeister im Mittelgewicht der WBA.