Mit einer unglücklichen Niederlage für den Halleschen FC aber auch mit der Erkenntnis, dass der gute Start des Hallenser in die 3. Liga nicht von ungefähr kommt, endete die DFB-Pokal Premiere im halleschen ERDGAS Sportpark. In einem spannenden Cup-Fight genügte dem Zweitligisten ein Elfmetertor in der ersten Halbzeit, um mit viel Dusel in die zweite Runde des DFB-Pokals einzuziehen.
HFC-Trainer Sven Köhler musste wieder auf den verletzungsbedingt fehlenden Dorko Horvat im Tor verzichten, der erneut von Jürgen Rittenauer gut vertreten wurde. Rechtzeitig fit gemeldet hatte sich hingegen Toni Lindenhahn, der mit Anton Müller und Dennis Mast das offensive Mittelfeld der Hallenser bildete. Im Sturm erhielt Nils Pichinot den Vorzug vor Angelo Hauk.
Zum Spiel: Der HFC begann couragiert und ohne Respekt gegen den Zweitligisten und kam folgerichtig durch einen Flachschuss von Nico Kanitz in der 4. Minute zur ersten Torchance. Ab der 10. Minute jedoch kam Duisburg besser ins Spiel. So war auch eine Unstimmigkeit zwischen Patrick Mouaya und Jan Benes Ausgangspunkt für das Gegentor. Exslager war in den Strafraum eingedrungen und konnte von Benes nur noch durch ein Foul gebremst werden. Beim fälligen Strafstoß ließ Goran Sukalo dann Torwart Rittenauer keine Abwehrchance (17.).
Durch den Rückstand eher beflügelt als geschockt setzte der HFC jedoch seine Angriffsbemühungen fort. Anton Müller verpasste in der 19. Minute eine Hereingabe von Nico Kanitz am langen Pfosten nur knapp. Vor allem Marco Hartmann und Dennis Mast waren in der Folgezeit immer wieder Ausgangspunkte gefährlicher Aktionen und hätten dabei auch selbst als Torschützen glänzen können (33. und 41. Minute).
Nach der Pause spielte vor 8.506 Zuschauern im ERDGAS Sportpark praktisch nur noch eine Mannschaft. Der HFC drängte auf den Ausgleich und hatte durch Schüsse von Mast, Benes und Müller auch gute Möglichkeiten. Der MSV Duisburg zog sich nun zurück und überließ den Rot-Weißen mehr und mehr die Initiative – so war ein Lattenschuss von Lachheb in der 80. Minute auch die einzig erwähnenswerte Chance der Duisburger in der zweiten Halbzeit.
In der Nachspielzeit forderten die Fans dann vehement Handstrafstoß für den HFC, doch Schiedsrichter Robert Hartmann „verweigerte“. HFC-Trainer Sven Köhler beschäftigten nach Abpfiff zwei Dinge: „Wir waren Minimum gleichwertig – haben aber das Tor verpasst, dass uns verdient in die Verlängerung gebracht hätte.“