Eishockey: Die nächste Blamage

15.05.2012 22:27 Uhr | Aktualisiert 15.05.2012 22:39 Uhr
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Marcus Kink (links)

Marcus Kink (links) wird hart an die Bande gedrückt. (FOTO: REUTERS)

Das deutsche Team unterliegt auch Tschechien und verpasst die direkte Olympia-Qualifikation. Für Kölliker war es wohl das letzte Spiel als Bundestrainer.
Stockholm/sid. 

Kein Aufbäumen, kein Olympia-Ticket: Mit der zweiten peinlichen Klatsche hat das deutsche Eishockey-Nationalteam bei der WM in Schweden und Finnland auch die direkte Olympia-Qualifikation verspielt. Zwei Tage nach dem 4:12-Debakel gegen Norwegen und dem verpassten Viertelfinale verabschiedete sich die mitgenommene Mannschaft von Bundestrainer Jakob Kölliker mit einem 1:8 gegen den zwölfmaligen Weltmeister Tschechien aus dem Turnier.

"Nach so einem Spiel wie gegen Norwegen steckt man tief in der Scheiße. Da ist es schwer, wieder rauszukommen", sagte Alexander Barta. Kapitän Marcel Goc meinte: "Wir sind nur hinterhergelaufen. Das ist enttäuschend." Noch eine Olympia-Chance bleibt: Im Februar 2013 gibt es noch ein Qualifikationsturnier für die Winterspiele 2014 in Sotschi.

Für Kölliker war es wohl das letzte Spiel als Bundestrainer. Vor der WM galt es als sicher, dass der 58-Jährige künftig Sportdirektor des Deutschen Eishockey-Bundes wird. Doch die schlechteste WM-Platzierung seit dem Abstieg 2009 sowie das teilweise blamable Auftreten könnten zum Umdenken führen, denn er genießt nicht mehr die uneingeschränkte Rückendeckung des DEB-Präsidiums. Präsident Uwe Harnos sagte: "Es ist zu früh, mich jetzt dazu zu äußern." Er schob hinterher: "Das muss man jetzt besprechen."