Eishockey: Endras hält das Arbeitsglück fest

13.05.2012 20:29 Uhr | Aktualisiert 13.05.2012 21:36 Uhr
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Dänemark gegen Deutschland

Philip Gogulla versucht, Dänemarks Keeper Andersen zu überwinden. (FOTO: DPA)

Die deutschen Puckjäger wussten, bei wem sie sich zu bedanken hatten. "Dennis Endras hat überragend gespielt. Man kann stolz sein, dass man so einen Torhüter in Deutschland hat", sagte Verteidiger Christoph Schubert, und Eishockey-Bundestrainer Jakob Kölliker attestierte seinem Goalie gar "eine Weltklasse-Leistung".
Stockholm/sid. 

Dank des glänzend aufgelegten Schlussmanns hatte die DEB-Auswahl am Samstag in Stockholm beim schmeichelhaften 2:1 (0:0, 1:1, 1:0)-Arbeitssieg über Dänemark ihre Chance auf das WM-Viertelfinale gewahrt.

Kölliker hatte dem Finnland-Legionär im Tor erneut den Vorzug vor Dimitrij Kotschnew gegeben und damit einen Glücksgriff getan. "Es freut mich, wenn die anderen mich loben, aber das kann im nächsten Spiel schon wieder kippen. Die Scheibe ist sehr klein", sagte Endras, der beste Spieler der Heim-WM vor zwei Jahren.

Mit Endras' Vorderleuten war Kölliker nur bedingt zufrieden. "Wir haben spielerisch keine Akzente setzen können, die Dänen waren einfach zu gut", sagte der Trainer und sprach vom "verdienten Arbeitsglück". Gegen Norwegen (nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe) und im Falle des Viertelfinal-Einzuges muss aber vieles besser werden.

Gegen die Dänen war Stürmer Andre Rankel nach überstandener Oberkörperverletzung, wegen der er drei Spiele hatte pausieren müssen, ins Team zurückgekehrt. Der einzige Profi von Meister Eisbären Berlin stürmte mit John Tripp und Kai Hospelt in einer Reihe. Insgesamt hatte Kölliker in gleich drei Angriffsreihen Veränderungen vorgenommen.

Dies schien sich zunächst auszuzahlen. Deutschland kam mit viel Schwung aus der Kabine. Doch urplötzlich verlor das Team um Kapitän Marcel Goc den Faden. Die Dänen erhöhten den Druck und brachten die Scheibe immer wieder gefährlich vor das gegnerische Tor. Endras musste mehrmals sein ganzes Können zeigen. Seine Vorderleute stellten dagegen das Offensivspiel fast ein.

Das Mitteldrittel begann denkbar schlecht für das Kölliker-Team. Die Dänen gingen durch Kapitän Morton Green in Führung (22.). Die DEB-Auswahl brauchte lange, um sich von diesem Schock zu erholen. Ein Abspielfehler reihte sich an den anderen. Dennoch gelang dem Ingolstädter Thomas Greilinger mit einem Schuss von der blauen Linie (38.) der Ausgleich.

Auch nach Greilingers Ausgleichstreffer war die Verunsicherung zu spüren. Das Schlussdrittel war geprägt von hektischen Aktionen. Auch die Dänen ließen nun ihren Spielwitz vermissen, was dem deutschen Team entgegen kam. Der Kölner Philip Gogulla schließlich machte mit seinem Treffer in der 49. Minute Deutschlands dritten Erfolg im siebten WM-Duell mit Dänemark perfekt.