Gewühl vorm Leipziger Tor, beim Spiel der Saale Bulls gegen die Icefighters. (FOTO: STEFAN RÖHRIG)
Wieder einmal. Damit drohen den Hallensern wegen fehlender Duelle gegen die Leipziger enorme Einnahmeverluste. Und den halleschen Fans würde zudem einer der wenigen Höhepunkte der Vorrunde in der Oberliga Ost genommen.
Hintergrund ist ein Streit der Sportvereine Fortuna Leipzig und Leipziger Eissport-Club. Fortuna war der bisherige Stammverein der Icefighters und hält die Spiellizenz für die Oberliga. Schon zu Zeiten der mehrfach insolventen Blue Lions Leipzig hatte Fortuna Leipzig als Stammverein für die Nachwuchsmannschaften fungiert. Diese Rolle behielt der Verein auch nach der Gründung der Icefighters. Anfang des Jahres schlossen sich die Icefighters dem Leipziger Eissport-Club an, mit dem Ziel, den Eissport in der Messestadt unter einem Dach zu bündeln. Im Anschluss entbrannte zwischen den Verantwortlichen der Icefighters und Fortuna Leipzig jedoch ein Streit um den Kooperationsvertrag und die Spielrechte. Auch die Ausgliederung und Überführung der Eishockey-Abteilung in den Leipziger Eislauf Club (LEC) wird von Fortuna abgelehnt.
Nun hat Fortuna zwar die Spielrechte, aber keine Mannschaft. Und die Icefighters haben eine Mannschaft, jedoch keine Lizenz. Die Regeln des Sächsischen Eissport-Verbandes besagen, dass ein Verein bei einer Neugründung nur in der nächsttieferen Liga antreten darf. Diese Neugründung ist durch den Trägerwechsel wohl gegeben. Fortuna Leipzig und die Icefighters konnten sich bisher jedoch nicht einigen, das Tischtusch scheint zerschnitten. Somit müssten die Icefighters absteigen. Die Geschäftsführung prüft nun, ob ein Neubeginn in der Regionalliga wirtschaftlich möglich ist. Andernfalls droht dem Leipziger Eishockeysport das komplette Aus. Wieder einmal.