Eishockey: Saale Bulls verlieren gegen Timmendorf

24.02.2012 23:35 Uhr | Aktualisiert 24.02.2012 23:39 Uhr
Drucken per Mail
Lehmann vor dem Gäste-Tor

Sebastian Lehmann ist vor dem Gäste-Tor ausgerutscht. (FOTO: ANDREAS LÖFFLER)

Von Gottfried Schalow
Man hätte meinen können, es wären K.o.-Tropfen im Spiel gewesen. Wie gelähmt gingen die Saale Bulls in ihr erstes Aufstiegsrundenspiel gegen den krassen Außenseiter Timmendorfer Strand, der in bislang sieben Spielen in Halle noch niemals gewinnen konnte.
Halle (Saale)/MZ. 

Man hätte meinen können, es wären K.o.-Tropfen im Spiel gewesen. Wie gelähmt gingen die Saale Bulls in ihr erstes Aufstiegsrundenspiel gegen den krassen Außenseiter Timmendorfer Strand, der in bislang sieben Spielen in Halle noch niemals gewinnen konnte und im Schnitt sieben Gegentreffer kassiert hatte. Am Freitag war alles anders: Die Studenten-Mannschaft aus dem Norden, mit nur 14 Spielern angereist, gewann zum Entsetzen der 1 800 Zuschauer in der Volksbank-Arena 4:3. Für die Saale Bulls ist damit nach nur 60 Minuten der Traum von der zweiten Bundesliga für ein weiteres Jahr schon so gut wie vorbei.

Mit Mühe rafften sich die enttäuschten Spieler danach zur Anstandsrunde zu den treuen Fans auf, von denen trotzdem kein einziger Pfiff zu hören war. Nur traurige Gesichter. "In bin unendlich enttäuscht", sagte dann der enttäuschte Trainer Jiri Otoupalik, reichlich blass um die Nase. "Das war das mit Abstand schlechteste Spiel, das ich in den über drei Jahren, die ich jetzt in Halle bin, gesehen habe."

Die Saale Bulls starteten übernervös. Selbst der Führungstreffer von Sebastian Lehmann nach sieben Minuten brachte keine Ruhe ins Spiel. Nur eine Minute später ließ sich Damian Martin wie ein Schüler ausspielen, Eddy Rinke traf zum Ausgleich. Die Krönung des Trauerspiels aber folgte noch: Torwart Lukas Steinhauer ließ in der 17. Minute einen harmlosen Schuss aus dem Handschuh rutschen, der Puck kullerte zunächst an den Pfosten und von da ins Tor. Der Timmendorfer Kenneth Schnabel wird als Torschütze geführt.

Im zweiten Drittel gab es dann so etwas Ähnliches wie ein Aufbäumen der Saale Bulls, vor allem durch die erste Reihe und da vor allem mit Kilian Glück und Sebastian Lehmann. "Da sind wir wieder an unserer alten Schwäche gescheitert und haben das Tor nicht getroffen", sagte Otoupalik. Dann mussten nacheinander Eric Wunderlich, Nikolaus Meier und Kilian Glück auf die Strafbank. In Überzahl gelang Timmendorf durch Patrick Saggau die 3:1-Führung. Dem Anschlusstreffer von Troy Bigam folgte das vierte Timmendorfer Tor, diesmal hatte Schnabel tatsächlich eine entscheidende Aktie daran.

Im letzten Drittel wurden die Saale Bulls tatsächlich wach, nahmen sich aber durch Strafen für Bigam, Meier und Andreas Schmelcher selbst aus dem Spiel. Eine Minute und 32 Sekunden vor Schuss wurde in der Verzweiflung Torwart Steinhauer gegen einen sechsten Feldspieler ausgetauscht. Es reichte nur noch zum 3:4 durch Ivan Kolozvary 23 Sekunden vor Schluss.

Das nächste Aufstiegsspiel beginnt am Sonntag um 18.30 Uhr in Kassel.