EM-Serie: Ein Name, der keine Fragen offen lässt

18.06.2012 19:55 Uhr | Aktualisiert 18.06.2012 21:18 Uhr
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Marcus Lewandowski

Marcus Lewandowski (FOTO: MZ)

Von Marcus Bräuer
34 Spiele, 22 Tore, zehn Vorlagen. Beeindruckende Zahlen hat dieser Lewandowski da hingelegt. Dieser Lewandowski heißt mit Vornamen Robert. Als er vor zwei Jahren kam, kannten ihn wenige. Nicht einmal unser Lewandowski. Das ist aber heute ganz anders.
Köthen/MZ. 

34 Spiele, 22 Tore, zehn Vorlagen. Beeindruckende Zahlen hat dieser Lewandowski da hingelegt. In seiner zweiten Saison bei Borussia Dortmund ist der Pole zu einer Marke in der Deutschen Fußball Bundesliga geworden. Dieser Lewandowski heißt mit Vornamen Robert. Als er vor zwei Jahren kam, kannten ihn wenige. Nicht einmal unser Lewandowski. Das ist aber heute ganz anders.

Eingefleischter Anhänger

Unser Lewandowski heißt Marcus mit Vornamen. Er spielt nicht beim amtierenden Deutschen Meister, sondern beim SV Edderitz. Er schießt auch nicht so viele Tore, doch das könnte auch daran liegen, dass er auf der Sechserposition spielt. Wenn er denn spielt. Marcus Lewandowski hat sich nämlich im März einen Außenbandriss im Knie zugezogen und befindet sich immer noch in der Reha. Doch es geht ihm immer besser.

Unser Lewandowski ist auch kein Pole. Er gehe zwar davon aus, dass eine frühere Generation seiner Familie aus Polen stammt. "Zurückverfolgen kann ich das aber nicht." Doch wer in diesen Tagen so heißt, der wird natürlich darauf angesprochen. "Arbeitskollegen, Freunde und natürlich beim Fußball ist das immer wieder ein Thema", sagt unser Lewandoski. Und er findet das gut. "Es ist richtig geil, dass ich so heiße." Denn wie sollte es auch anders sein: Marcus Lewandowski ist eingefleischter Anhänger von Borussia Dortmund. "Seit ich sechs Jahre alt bin. Da passt das mit dem Namen jetzt natürlich noch besser", sagt unser Lewandowski und grinst verschmitzt.

Beim BVB gibt es mit Jakub Blaszczykowski und Lukasz Piszczek noch zwei weitere Polen. Und genau bei denen, besser gesagt, auf deren Spielseite, sieht er den Hauptgrund für das Vorrunden-Aus des Co-Gastgebers. "Polen hat zu wenig über rechts gespielt", sagt Marcus Lewandowski. Er ist der Meinung, es wäre besser gelaufen, wenn man Blaszczykowski und Piszczek mehr ins Spiel einbezogen hätte.

Zu wenig vom Namensvetter

Das Ausscheiden enttäuscht unseren Lewandowski, der auch von seinem Namensvetter mehr erwartet hatte. "Ein Tor in drei Spielen ist schon etwas mager", sagt er, "aber wahrscheinlich passt die Spielweise in Dortmund besser zu ihm."

Dass nun statt Polen und Russland, Tschechien und Griechenland im Viertelfinale stehen, hat auch unser Lewandowski nicht erwartet. "Die höhere Qualität ist sicher nicht weitergekommen", sagt er. Doch er sieht auch das Gute darin. "Deutschland hätte es im Viertelfinale gegen Polen schwerer gehabt, als jetzt gegen Griechenland", glaubt unser Lewandowski. Ein Weiterkommen der deutschen Elf steht für ihn außer Frage. "Zumal Karagounis fehlt. Das war der einzige, der bei den Griechen was gemacht hat."