Fahrturnier: Perfekter Einstand der Studenten

28.05.2012 22:21 Uhr | Aktualisiert 28.05.2012 22:29 Uhr
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Ein Fahrturnier

Michael Schuppert mit seinem Gespann Grando und Silvana (FOTO: HEINE)

Von GOTTFRIED SCHALOW
Paolo Fornara mal ganz anders: Mit Sonnenhut und in legerer Sommerkluft fiel er auf in den Reihen der Zuschauer beim Fahrturnier der Zweispänner am Pfingstwochenende in Halle-Seeben.
Halle (Saale)/MZ. 

"In der Dressur war ich ganz schlecht unterwegs. Deshalb habe ich auf die weiteren Wettbewerbe verzichtet. Ich kennt mich doch, ich hätte zu viel gewollt und wahrscheinlich nur die Kutsche kaputtgemacht", sagte der Altmeister vom Reit- und Fahrverein in Seeben.

Ganz genau schaute Fornara dann beim Geländeritt seines Seebener Kollegen zu und freute sich besonders über Tino Bode. Der fuhr praktisch Neuland, weil er ganz kurzfristig sein Gespann neu zusammenstellen musste. Das Pferd Remember ist erst seit zwei Wochen bei Bode in der Ausbildung, dafür kannte das zweite Pferde Fouché den Weg. Ein nie erwarteter dritter Platz in der Landesmeisterschaft hinter Gerhard Gerich aus Klötze und Steffen Gerber aus Steckby kam trotzdem heraus.

Für Seeben lieferten zwei Brüder aus der Altmark einen perfekten Einstand mit zwei Landesmeistertiteln ab. Thomas und Michael Schuppert studieren seit diesem Jahr in Halle Landwirtschaft und haben sich dem Verein im Norden der Stadt angeschlossen.

Hätte es noch eines Beweises bedurft, welch hervorragenden Trainingsbedingungen sie dort vorfinden, beim Fahrturnier am Wochenende wurde er geliefert. Thomas gewann mit seinem Pferdegespann Creekmans Chelsey und Cobold die Kategorie der Pony-Zweispänner vor Fabian Lehmann aus Gardelegen und Andre Muhl aus Krumke. Sein Bruder Michael war in der Wertungsklasse Pony-Zweispänner U 21 mit seinem Gespann Grando und Silvana siegreich.

Die Zuschauer in Seeben haben an den drei Turniertagen über Pfingsten vor allem wieder an der berüchtigten und spektakulären Badewanne, einer Wasserdurchfahrt, besonderen Gefallen gefunden. Die sorgte für ein bisschen Abkühlung in der drückenden Sommerhitze. Auch für Altmeister Paolo Fornara in der ungewohnten Rolle als Zuschauer.