Ann-Christin Röver (r.) lieferte sich verbissene Duelle mit Magdeburgs Torschützin Florentine Rudloff. (FOTO: PÜLICHER)
Auf der Zielgeraden kommt somit noch einmal Spannung auf. Die Edlauerinnen müssen ihre drei Saisonspiele gegen den MSV Wernigerode (A), SV Merseburg 99 (A) und die SG Abus Dessau (H) gewinnen, um die Meisterschaft für sich zu entscheiden, denn der Vorsprung ist auf zwei Punkte zusammengeschrumpft.
Vor zahlreichen Zuschauern erwischten die Rot-Schwarzen den besseren Start und setzten die Gäste in der Anfangsviertelstunde unter Druck, konnten jedoch die guten Einschussmöglichkeiten nicht verwerten. Die Schüsse von Annett Hellmuth und Co. landeten entweder neben dem Kasten oder wurden von der starken MFFC-Torhüterin Julia Gornowitz pariert. Der spielstarke Tabellenzweite agierte effektiver und kam mit seiner ersten Chance zum Führungstreffer durch Josefin Hoffer (18.). In der Folgezeit entwickelte sich eine temporeiche Partie, wobei Edlau die klareren Möglichkeiten für sich verbuchen konnte. Glück hatte der Spitzenreiter jedoch in der 33. Minute, als ein Fernschuss der Gäste ans Aluminium knallte. Fünf Minuten später gelang Edlau durch Katleen Rolle der verdiente Ausgleichstreffer. Nach Zuspiel von Kathleen Schwabe zog Rolle einfach mal aus zwanzig Metern ab und jagte das Spielgerät zum 1:1-Halbzeitstand in die Maschen.
Auch nach dem Seitenwechsel schenkten sich beide Mannschaften nichts und boten vor allem eine kämpferisch überzeugende Leistung. Ein ums andere Mal versuchten die Gastgeberinnen mit schnellen Zuspielen in die Spitze zum Erfolg zu kommen, blieben allerdings meist in der gut organisierten Magdeburger Abwehrreihe hängen, so dass klare Torchancen Mangelware blieben. Fast aus dem Nichts erzielte Magdeburg dann in der 68. Minute den erneuten Führungstreffer. Nach einem Abstimmungsfehler der Edlauer Defensive tauchte Magdeburgs Stürmerin Florentine Rudloff freistehend vor Torhüterin Sandra König auf und verwandelte eiskalt. In der Schlussphase bemühte sich die Heimelf zwar noch um den Ausgleich, agierte jedoch zu kopflos in ihren Offensivaktionen. Magdeburg verteidigte den Vorsprung clever.
"Ein Unentschieden wäre sicher gerecht gewesen, aber so ist das nun mal im Fußball. Jetzt müssen wir in den kommenden Spielen konzentriert auftreten, um uns nicht noch den Titel nehmen zu lassen", so Trainer Rüdiger Reinecke nach der Partie.