FREYBURGER KNABENTURNIER: Zwei Naumburger im Finale

26.06.2012 09:53 Uhr | Aktualisiert 26.06.2012 10:05 Uhr
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Die zweite Mannschaft des FC RSK Freyburg...

Die zweite Mannschaft des FC RSK Freyburg verpasste nur knapp das Halbfinale, wurde Sechster. (FOTO: TORSTEN BIEL)

Von Torsten Kühl
"Ganz klar: Die beiden besten Mannschaften standen im Finale. Das war schon feiner Fußball, obwohl mir die Leipziger läuferisch und von der Raumaufteilung her etwas besser gefallen haben. Aber die Jenaer waren natürlich auch sehr stark." Der fachmännische Kommentar von Turnierleiter Markus Hoppe nach dem gutklassigen Endspiel des 38. Freyburger Knabenturniers (der FC Carl Zeiss bezwang da RB Leipzig mit 2:0) hätte gut und gerne auch die Meinung von 99 Prozent der Zuschauer am Sonnabend im Jahnsportpark sein können. Zu überlegen spielten die D-Junioren (meist des jüngeren Jahrgangs) aus den beiden ostdeutschen Talentschmieden. Leider hatte die dritte angemeldete, die des FC Rot-Weiß Erfurt, es nicht für nötig gehalten anzureisen, geschweige denn, vorher abzusagen.
Freyburg. 

So wurde in der Staffel A kurzerhand nur mit drei Teams gespielt, und hier setzte sich RB Leipzig souverän durch. Die erste Mannschaft des gastgebenden FC RSK zog durch einen 2:1-Erfolg gegen Landesliga-Konkurrent Imo Merseburg ebenfalls ins Halbfinale ein. Der Sprung in die Vorschlussrunde blieb der zweiten Mannschaft der Freyburger, die in der abgelaufenen Saison in der Kreisliga gespielt hatte und dort Staffelsieger geworden war, nur ganz knapp verwehrt. Das Torverhältnis entschied da letztlich zugunsten der SG Leipzig-Leutzsch, einer der beiden Nachfolgevereine des FC Sachsen (früher Chemie). "Nachdem Paula Lehwald ihren Teamkollegen Jannis Jungheim bei einem Befreiungsversuch quasi abgeschossen hatte und anschließend weitere Verletzte hinzukamen, war schließlich die Luft raus", so Übungsleiter Thomas Kirchhoff. Er hatte deshalb im Spiel um Platz fünf gegen die Merseburger keinen Auswechsler mehr zur Verfügung. Eine klare 1:8-Niederlage und Rang sechs im Endklassement waren die Folge.

Die von Mario Standke und Steffen Fischer betreute RSK-Erste ließ indes der gelungenen Revanche gegen Imo für die 1:3-Heimniederlage zum Meisterschaftsausklang, die ihnen noch Platz drei kostete, einen deutlichen 5:1-Sieg im Spiel um Knabenturnier-Bronze gegen Leipzig-Leutzsch folgen.

Im eingangs erwähnten Finale kam es übrigens auch zu einem Naumburger Duell. Dieses entschied Johannes Held mit den Jenaern für sich. Im unterlegenen RB-Team stand mit Lukas Peter ein ehemaliger 05-Kollege Helds. Peter war vom Anger zunächst auch zu den Jenaern gewechselt; inzwischen spielt er jedoch - wie Ex-RSK-Kicker Franz Wiegel auch - bei den Rasenballern in der Messestadt. Weil sie ein Vorrundenspiel mehr als die Leipziger in den Knochen hatten, waren die Thüringer auch ein durchaus verdienter Turniersieger. "Die Leibchen, die sie im Finale anhatten, konnte man hinterher auswringen. So sehr hatten sich die Carl-Zeiss-Talente ins Zeug gelegt", berichtet Thomas Kirchhoff.