Bennstedts Lukas Rada (Mitte) führt den Ball gegen den Thalheimer Marcus Jeckel (rechts). (FOTO: A. LÖFFLER)
In der Rückrunden-Tabelle liegen die Schützlinge von Trainer Silvio Uhlmann auf Platz drei, nur zwei Zähler hinter Spitzenreiter VfB Imo Merseburg, der auch die Tabelle nach 25 Spieltagen anführt. Insofern gebührt dem Duell der beiden Kontrahenten am Sonnabend in Bennstedt schon die Bezeichnung Spitzenspiel.
Vier Siege hintereinander
Beim FSV freut man sich bereits auf das Saalekreis-Derby. "Wir müssen uns nicht vor Merseburg verstecken. Wir haben jetzt 14 Punkte aus sechs Spielen geholt und die letzten vier Partien ausnahmslos gewonnen. Die Jungs haben ordentlich Selbstvertrauen getankt", sagt Uhlmann. Am Sonnabend schaffte der FSV einen 1:0-Erfolg gegen Rot-Weiß Thalheim, den Uhlmann selbst als "glücklich" einstuft. Erst eine einstudierte Freistoßvariante, eingeleitet von Marcel Geidel über Peter Paulini hin zum Torschützen Timo Lesch, besiegelte zwei Minuten vor dem Abpfiff den vierten Dreier in Folge.
"Ich habe das beste Landesliga-Spiel meiner Trainer-Laufbahn gesehen", schwärmte Uhlmann noch am Montag. Dies ist natürlich auch der Tatsache geschuldet, dass in den Reihen der Thalheimer zahlreiche Spieler des insolventen Verbandsligisten Grün-Weiß Wolfen stehen und sich der FSV Bennstedt in der Winterpause ebenfalls mit erfahrenen Leuten aus höheren Spielklassen, wie zum Beispiel Marcel Geidel vom BSV Ammendorf, verstärken konnte.
Trotzdem ist die schwache erste Halbserie, in der das Team aus 15 Spielen gerade einmal 14 Punkte holte und deshalb auf einem Abstiegsplatz überwintern musste, noch nicht vergessen. "Unser Kader ist jetzt breiter aufgestellt. Wir haben nicht mehr mit so vielen Verletzungen zu kämpfen. Und mittlerweile können wir uns auf eine eingespielte Truppe verlassen, die im Training einstudierte Spielzüge und Standards dann auch im Wettkampf umsetzt."
Mit dem Sieg über Thalheim begann für den FSV übrigens eine Serie von drei Heimspielen. "Imo hatte in der Hinrunde den Wunsch geäußert, das Heimrecht zu tauschen. Wir haben zugestimmt und 0:2 verloren. Das war es dann aber auch mit den Gastgeschenken", sagt der FSV-Trainer.
Nietleben auf Abschiedstour?
Während der SSV Landsberg nach dem 2:0-Erfolg beim Schlusslicht Rot-Weiß Alsleben schon in aller Ruhe für die neue Saison planen kann, sieht es für den Nietlebener SV nach der 0:4-Klatsche bei Dessau 05 ganz bitter aus. Acht Punkte beträgt der Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz bereits. "Nietleben hat in den gesamten 90 Minuten nur einmal auf unser Tor geschossen. Sie waren mit dem 0:4 sehr gut bedient", meinte Dessaus Co-Trainer Franck Jaenecke.