FUSSBALL: Bothe ist jetzt wieder "Unser Mann in Kiew"

26.06.2012 09:53 Uhr | Aktualisiert 26.06.2012 10:07 Uhr
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Unser Mann in Kiew: Mario Bothe mit seinem...

"Unser Mann in Kiew": Mario Bothe mit seinem Zaunbanner "Laucha/U.", schwer zu finden unter dem B (kyrillischen W). (FOTO: PRIVAT)

Von Torsten Kühl
Dass sich EM-Tourist Mario Bothe mit seiner Fußball-Reise durch Polen und die Ukraine eine gehörige Portion Reise-Kilometer (knapp 10 000 insgesamt) sowie unterwegs jede Menge Fahr-Strapazen (bei 13 Spielen, die er besucht, kein Wunder) aufgehalst hat, ist unbestritten. Und dass er seinen BSC 99 Laucha, für dessen erste Männermannschaft er kickt, mächtig gern haben muss, ebenso. Schließlich ließ es sich der 23-Jährige nicht nehmen, direkt nach dem Gruppenspiel England gegen Schweden (am 15. Juni) am frühen Sonnabendmorgen von Kiew nach Berlin zu fliegen und von dort mit dem Mietwagen weiter nach Hause zu fahren, um am Nachmittag des gleichen Tages das Saisonfinale seines Teams gegen den VfL Querfurt aktiv mitzugestalten. Natürlich ging es nach dem Abpfiff gleich weiter: mit dem Mietwagen nach Frankfurt/Main, wo sein Flieger in Richtung Krakau (Polen) abhob, von wo Bothe mit einem anderen Mietwagen nach Lemberg (Ukraine)...
Laucha/Danzig. 

Dass sich EM-Tourist Mario Bothe mit seiner Fußball-Reise durch Polen und die Ukraine eine gehörige Portion Reise-Kilometer (knapp 10 000 insgesamt) sowie unterwegs jede Menge Fahr-Strapazen (bei 13 Spielen, die er besucht, kein Wunder) aufgehalst hat, ist unbestritten. Und dass er seinen BSC 99 Laucha, für dessen erste Männermannschaft er kickt, mächtig gern haben muss, ebenso. Schließlich ließ es sich der 23-Jährige nicht nehmen, direkt nach dem Gruppenspiel England gegen Schweden (am 15. Juni) am frühen Sonnabendmorgen von Kiew nach Berlin zu fliegen und von dort mit dem Mietwagen weiter nach Hause zu fahren, um am Nachmittag des gleichen Tages das Saisonfinale seines Teams gegen den VfL Querfurt aktiv mitzugestalten. Natürlich ging es nach dem Abpfiff gleich weiter: mit dem Mietwagen nach Frankfurt / Main, wo sein Flieger in Richtung Krakau (Polen) abhob, von wo Bothe mit einem anderen Mietwagen nach Lemberg (Ukraine) weiterfuhr. Am Sonntagabend spielte dort ja Deutschland gegen Dänemark.

Höllenritt zum Saisonfinale daheim

"Eigentlich ist das kein Problem, denn zwischen den beiden EM-Partien hatte ich ja einen Tag Pause. Wenn ich aber gewusst hätte, dass es für meinen BSC am letzten Spieltag um nichts mehr geht, hätte ich mir diesen Zwischenstopp in der Heimat sicher gespart", berichtet der angehende Offizier. Er hatte die Flugtickets bereits vier Monate vorher günstig erstanden, aber keinen Anspruch auf Rückzahlung. Außerdem wollte er seine Mannschaftskameraden nicht im Stich lassen, sagt er. Menschlich super, sportlich allerdings hat sich der Trip nicht gelohnt - die Glockenstädter unterlagen Querfurt mit 0:2; abgestiegen waren sie längst (Tageblatt / MZ berichtete).

Ein paar Bier in Danzig

Wenigstens bei der EM läuft es für Bothe besser. Deutschland schlug Dänemark und am Freitag auch die Griechen. Der BSC-Kicker, der mit dem Zaunbanner "Laucha / U." seine Heimatstadt weltberühmt macht, erlebte natürlich auch den Halbfinaleinzug von Jogis Elf in Danzig live mit. "Wir haben dann noch in der Altstadt mit ein paar Bier gefeiert. Dort herrschte eine geile Atmosphäre." Anschließend warteten auf Bothe und seine Fußballkumpels aus München eine 23-stündige Zugfahrt nach Kiew, wo sie am Sonntagabend zusammen das Viertelfinale England gegen Italien sahen. Das deutsche Halbfinale am Donnerstag in Warschau und das Endspiel in Kiew sind die nächsten (und letzten) Stationen des Lauchaers auf seiner EM-Tour.

Züge, Flugzeuge, Mietautos - hat der Lauchaer in den letzten Tagen überhaupt schon mal ein Bett oder eine Dusche gesehen? "Ja, ja, das passt schon. Wir schlafen meist in preisgünstigen Hostels. Seine Ansprüche in Sachen Hygiene muss man da natürlich etwas herunterschrauben", erzählt Mario Bothe.