FUSSBALL-BURGENLANDPOKAL: Für Nebraer ist das Double noch möglich

01.05.2012 18:23 Uhr | Aktualisiert 01.05.2012 18:30 Uhr
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Tom Bruder (2.v.l.) köpfte das 2:0 für Nebra....

Tom Bruder (2.v.l.) köpfte das 2:0 für Nebra. Christian Mika (r.) kann nicht mehr eingreifen. (FOTO: NICKY HELLFRITZSCH)

Von Torsten Kühl
Auch wenn es für ihn zuletzt - ersatzgeschwächt - zwei kleine Rückschläge in der Meisterschaft gab (1:1 gegen Profen, 2:3 in Burgwerben) - der 1. FC Nebra könnte seine bislang so erfolgreiche Saison mit dem "Double" krönen. In der Kreisoberliga haben die Schützlinge von Trainer Holger Hense noch immer einen komfortablen Vorsprung von sechs Punkten, und im Burgenlandpokal greifen die Nebraer nach dem 4:1-Halbfinalsieg am Montagnachmittag gegen den BSC Laucha nach dem "Pott". Endspielgegner wird voraussichtlich am Pfingstmontag, 28. Mai (Termin und Austragungsort stehen noch nicht endgültig fest) auf jeden Fall ein Landesklasse-Team sein: entweder der 1. FC Weißenfels oder der VfB Nessa (siehe auch "Weißenfels weiter").
Nebra. 

Im Unstrut-Derby am Feiertag kam erst Mitte der zweiten Halbzeit so etwas wie Pokalstimmung auf, wie Nebras Mannschaftsleiter Hans-Erich Hauschild meinte. "Da wurde das Spiel härter, Schiedsrichter Steffen Zänker verwarnte acht Spieler und schickte den Lauchaer Ronny Battke mit der Ampelkarte vom Feld." In Überzahl machten die Gastgeber dann den Finaleinzug perfekt. Patrick Samel (86.) per Strafstoß nach einem Foul an Chris Linge und Oliver Schulschefski in der Schlussminute mit einem Kontertor nach Pass von Linge sorgten für klare Fronten.

In der ersten Halbzeit hatten die Landesklasse-Kicker aus der Glockenstadt meist das Geschehen bestimmt. Aber die 99er gingen mit ihren Chancen - Lucas Hofmann hatte die beiden klarsten - fahrlässig um. So lagen die Platzherren nach einer Viertelstunde mit 2:0 vorn, weil Manuel Schulze (6.) einen Freistoß aus halblinker Position über die Mauer ins kurze Eck schlenzte und Tom Bruder (14.) einen weiteren Schulze-Freistoß per Kopf versenkte. Der Sturmlauf der Gäste wurde lediglich durch den Anschlusstreffer belohnt, den Battke (54.) vom Elfmeterpunkt nach einem Foul von Heiko Christiani an Thomas Elste erzielte.

"Es war sicher kein schönes Spiel, aber das war angesichts der hochsommerlichen Temperaturen, unserer Personalsorgen und der langen Negativserie der verunsicherten Lauchaer vielleicht auch nicht zu erwarten", so Hau-schild. Den Nebraern fehlten mit Keeper Michael Barthel, Tobias Breuer, Andreas Henzel, Thomas Horbel und Christian Schmidt fünf Stammkräfte.

Nebra:

Domschky - Knorre, Wagner, Christiani, Bruder, Schulschefski, Samel, Tesmar (90. Niehoff), Linge, Schulze (70. A. Gollmann), Schröder.

Laucha:

Barth - Meissner, Battke (75. Gelb-Rot), Götze (82. Jung), Bothe, Mika (34. Elste), Schulze, Starch (88. Neumann), L. Hoffmann, Ulrich, Paloch.