Fußball: Coach findet kein Haar in der Suppe

29.07.2012 18:55 Uhr | Aktualisiert 30.07.2012 00:08 Uhr
Der Eintracht-Spieler Philipp Landgrabe (Mitte) wird von Normen Freisdorf gestoppt. Links der Drohndorfer Kevin Klanert. (FOTO: ENGELBERT PÜLICHER) 
Von CARSTEN ROLOFF UND SEBASTIAN MÖBIUS
Es kommt selten vor, dass Fußball-Trainer keinen Ansatzpunkt zur Kritik finden. Beim Peißener Coach Hagen Weile trat dieser Fall am Freitagabend jedoch ein.
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PEISSEN/MZ. 

Seine Eintracht-Kicker zogen durch einen überraschend klaren 4:0 (3:0)-Erfolg gegen den FSV Drohndorf / Mehringen ins Viertelfinale des Sparkassencups ein und untermauerten ihren Ruf als Favoritenschreck. Schließlich kegelte der Kreisligist nach dem SV Baalberge nun schon den zweiten Salzlandligisten aus dem diesjährigen Wettbewerb. "Ich bin völlig perplex und habe überhaupt keinen Grund zum Meckern. Die Mannschaft hat in dieser Formation noch nie zusammengespielt. Unsere vier Neuzugänge Sebastian Schulz im Tor, Andy Buro, Sandro Bernsdorf und Stefan Makowski haben sich nahtlos eingefügt. Unsere Abwehr, die beim 7:5 gegen Baalberge noch gehörig wackelte, war diesmal allererste Sahne", lobte Weile seine Truppe in den höchsten Tönen.

Obwohl neben dem dreifachen Torschützen beim 7:5-Triumph gegen Baalberge, Marcel Micklisch, und Kapitän Stephan Krause noch weitere Stammspieler fehlten, waren die eine Klasse tiefer spielenden Hausherren zwei Klassen besser als der Kontrahent. Keeper Sebastian Schulz verlebte sogar einen relativ ruhigen Abend, weil seine Vorderleute bis auf einen Latten-Treffer in der 88. Minute fast gar nichts zuließen. Dafür lief das Konterspiel der Eintracht wie am Schnürchen. Die beiden Neuzugänge Andy Buro und Sandro Bernsdorf schossen den Außenseiter schnell mit 2:0 in Front.

Noch vor der Pause erhöhte David Sonntag gar auf 3:0. Die Drohndorfer, die am Mittwoch immerhin den Landesligisten Schönebecker SV durch einen 3:2-Sieg aus dem Cupwettbewerb warfen, reagierten mit Frust auf den klaren Rückstand. Dennis Klein sah wegen Schiedsrichterbeleidigung kurz vor dem Seitenwechsel den roten Karton und durfte gleich in der Kabine bleiben.

Die Gastgeber gerieten auch in der zweiten Halbzeit nicht mehr in Bedrängnis. David Sonntag und Alexander Lange hatten bei ihre Treffern ans Aluminium des Drohndorfer Kastens noch Pech. Etwas genauer zielte Andreas Lehmann, der in der 77. Minute den 4:0-Endstand herstellte. "Meine Jungs haben den Ausfall einiger Stammspieler hervorragend kompensiert. Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung, wobei ich mich am meisten über die Abwehr gefreut habe. Sie hat den Grundstein für den Erfolg gelegt. Dass die Jungs sehr gut kontern können, haben sie schon mehrfach unter Beweis gestellt", erklärte Weile.

Peißen: Schulz - Deutschbein, Türk, Loß, Makowski (83. Grosch), Landgrabe, Sonntag, Ryhl (46. Jochheim), Bernsdorf, Lehmann, Buro (65. Lange)